DAV-Schüler­wett­bewerb 2017/2018

Macht mit!

Euch erwartet ein spannendes Projekt, bei dem Ihr Euch auch außerhalb des Klassen­­zimmers kreativ mit Geschichte ausein­an­­der­­setzen könnt. Besucht Gerichte, sprecht mit Rechts­an­wäl­tinnen und Rechts­an­wälten, trefft die örtliche Staats­­an­wal­t­­schaft oder macht Euch auf Eure eigene Weise auf die Suche nach Spuren der Vergan­genheit in eurer Region – es gibt kein Ende der Geschichte!

Für die einfalls­reichsten und ausdrucks­stärksten Einsen­dungen gibt’s zu gewinnen:

  1. Platz: 750 Euro
  2. Platz: 500 Euro
  3. Platz: 250 Euro

 

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Worum geht's?

In vielen Regionen ist die natio­nal­so­zia­lis­tische Vergan­genheit in den juris­ti­schen Berufen nur unzurei­chend aufge­ar­beitet worden. Mancherorts gibt es auch heute noch Gedenk­tafeln in Gerichten, die Juris­tinnen und Juristen aus dem Natio­nal­so­zia­lismus gewidmet sind oder Täter und Opfer undif­fe­ren­ziert neben­ein­ander stellen. Viele Richte­rinnen und Richter arbei­teten zudem nach Ende des Zweiten Weltkrieges in ihrem Beruf weiter. Auch in der Staats- und Rechts­an­walt­schaft wurde oftmals trotz natio­nal­so­zia­lis­ti­scher Vergan­genheit ungehindert Karriere gemacht.

Wie schwierig es war dagegen anzugehen, zeigt die Arbeit des Staats­an­walts Fritz Bauer, dessen Todestag sich 2018 zum 50. Mal jährt. Als Wegbe­reiter der Ausch­witz­pro­zesse und zentrale Figur hinter der Verhaftung Adolf Eichmanns, kämpfte er Zeit seines Lebens gegen massive Wider­stände an, die er teilweise bis zuletzt nicht überwinden konnte.  Sein Zitat "In der Justiz lebe ich wie im Exil" lässt seine damalige Isolation erahnen.

  • Kennt Ihr Personen, die wie Fritz Bauer nach 1945 gegen Juristinnen und Juristen der Nazizeit vorgingen?

  • Oder gab es in Eurer Stadt bekannte Juristinnen und Juristen, die im Nationalsozialismus tätig waren und wird ihnen möglicherweise in Gerichten und öffentlichen Einrichtungen gedacht?

  • War der Umgang mit Juristinnen und Juristen aus der Nazizeit in der BRD anders als der in der DDR? Wie kann ein geeigneter Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit in der Rechtspflege heute aussehen?

  • Und denkt Ihr, dass es heute noch Widerstände gibt, wenn man sich mit dieser Thematik befasst?

Wie ist der Ablauf?

Der Deutsche Anwalt­verein e.V. (DAV) ruft in einem bundes­weiten Wettbewerb alle geschichts­in­ter­es­sierten Schüle­rinnen und Schüler aller Schularten ab der 8. Klasse auf, sich mit diesen oder sich hieraus ergebenden Fragen zu befassen.

In der Gestaltung seid Ihr völlig frei. Betei­ligen könnt Ihr Euch mit Aufsätzen, Videos, Podcasts, Plakaten, Instal­la­tionen, Collagen, Bildern oder was Euch sonst einfällt. Einge­reicht werden können sowohl Klassen-, Gruppen- als auch Einzel­pro­jekte.

Der DAV freut sich über Eure Einsen­dungen bis zum 30. April 2018. Die besten Beiträge werden dann im Juni 2018 auf einer Veran­staltung des DAV in Berlin von einer Fachjury prämiert.

Für eine bessere Planung des Wettbewerbs und um euch gegebenenfalls weitere Informationen zu Verfügung stellen zu können, würden wir uns sehr freuen, wenn Ihr uns bei Interesse eine kurze E-Mail an schuelerwettbewerb@anwaltverein.de sendet. 

Der oder die erstplat­zierten Sieger werden nach Berlin einge­laden. Wir übernehmen die Reise- und Übernach­tungs­kosten für bis zu drei Personen. Der Rechtsweg ist ausge­schlossen.