Maria-Otto-Preis

 

Seit 2010 verleiht der Deutsche Anwalt­verein jährlich den Maria-Otto-Preis an heraus­ra­gende Rechtsanwältinnen, aber auch an Personen oder Organi­sa­tionen, die sich in beson­derem Maße um die Belange von Frauen in Beruf, Justiz, Politik und Gesell­schaft verdient gemacht haben oder eine besondere Vorbild­funktion für Anwältinnen innehaben. Der Preis geht auf eine Initiative der DAV-Arbeits­ge­mein­schaft Anwältinnen zurück.

Benannt ist der Preis nach Rechtsanwältin Dr. Maria Otto. Diese ist 1922 nach einer Gesetzesänderung durch das Bayerische Staats­mi­nis­terium der Justiz als erste deutsche Anwältin in München zugelassen worden.

Der Deutsche Anwaltverein hat Anfang März 2010 erstmals den vom DAV-Vorstand geschaffenen Maria-Otto-Preis verliehen. Der Anwältinnenpreis ist benannt nach der ersten Rechtsanwältin, die 1922 in Deutschland zugelassen wurde.

Mitten im Ersten Weltkrieg, im Oktober 1916 erhielt der Vorsit­zende der Prüfungs­kom­mission der juris­ti­schen Fakultät in Würzburg Post aus München. Genauer: Er erhielt ein eher scharf formu­liertes Schreiben vom Königlich Bayri­schen Justiz­mi­nis­terium. Es betraf das Zeugnis einer jungen Frau, die ein paar Monate zuvor ihr erstes juris­ti­sches Staats­examen mit der Note gut abgeschlossen hatte. „In das Zeugnis über das Bestehen der Universitäts-Abschlussprüfung ist der Vermerk aufzu­nehmen, dass die Kandi­datin zum Vorbe­rei­tungs­dienst nicht zugelassen werden kann“, wies das Staats­mi­nis­terium die Prüfer an. Der so genannte „Vorbe­rei­tungs­dienst“, heute Referen­dariat, war schon damals der Praxis­vorlauf zum zweiten Staats­examen – die Voraus­setzung zur Zulassung als Anwalt oder zum juris­ti­schen Staats­dienst.

Der Vermerk wurde nachge­tragen. Das korri­gierte Zeugnis wurde „der Kandi­datin“ Fräulein Maria Otto noch einmal zugesandt. Es sollte diese offenbar entmu­tigen, ihre juris­ti­schen Ambitionen weiter zu verfolgen. Ein bürokra­ti­scher Vermerk konnte den Lauf der Geschichte nie aufhalten. Und einen Charakter wie die Kandi­datin Maria Otto schon gar nicht. Man könnte auch sagen: Geschichte wird von Menschen gemacht, die sich von unsin­nigen Vermerken von geschichts­blinden Bürokraten nicht aufhalten lassen. Und zwar auch dann nicht, wenn diese Geschichts­blinden eine gesell­schaft­liche Mehrheits­meinung vertreten und scheinbar alle Mittel der Macht auf ihrer Seite haben.

Die Biografie der Kandi­datin „Fräulein Maria Otto“, der ersten deutschen Anwältin zeigt: Eine Kombi­nation aus inhalt­licher Kompetenz, Hartnäckigkeit und ein frühes Gespür für große gesell­schaft­liche Umwälzungen, die die Welt verändern kann.

„Feministin im besten Sinne“

Ein paar seniore Münchne­rinnen und Münchner erinnern sich noch an Frau Otto. Zum Beispiel Esther Bloch, die heute 83-jährige Ehren­vor­sit­zende der GEDOK, der Gemein­schaft deutscher und österrei­chi­scher Künstle­rinnen. Maria Otto hatte die GEDOK über Jahrzehnte pro bono juris­tisch beraten. Frau Bloch beschreibt Frau Otto als „immer zurückhal­tende Dame, immer dunkel gekleidet, hager in der Erscheinung, eigentlich unauffällig“. Doch wenn es um die juris­tische Sache ging, war sie plötzlich präsent wie keine andere im Raum und argumen­tierte mit einer Präzision, der niemand etwas entgegen setzen konnte. Frau Bloch nennt Frau Otto „eine Feministin im besten Sinne“. Was sie damit meint? Eine Frau, die für andere Frauen kämpft. Die sehr genau weiß, worauf sie hinaus will. Dabei kein Aufhebens um ihre eigene Person macht, geschweige denn Krawall. Eine Frau, die bessere Argumente solange auf ihrer Seite versammelt, bis die Gegen­seite sich irgendwann fügen muss. Dafür braucht es freilich einen langen Atem.

Maria Otto stammte aus wirtschaftlich guten Verhältnissen. 1892 kam sie als älteste Tochter eines Kommer­zi­en­rates und Direktor einer Porzel­l­an­fabrik in der Oberpfalz auf die Welt. Nach der Volks­schule erhielt sie zwei Jahre Privat­un­ter­richt, besuchte anschließend ein Mädchen­in­ternat für Sprachen­leh­re­rinnen in Regensburg und schließlich ein Mädchen­gym­nasium in Nürnberg. 1912 machte sie Abitur und entschied sich, Jura zu studieren. Das war in Bayern bereits seit 1903 möglich. Dieses Zugeständnis der Männerwelt hatte die deutsche Frauen­be­wegung des späten 19. Jahrhun­derts im Zuge der schritt­weisen Öffnung der Universitäten im Deutschen Reich für Frauen erkämpft. Alleine stellte sich die Frage: Wozu sollte eine Frau eigentlich Jura studieren, wenn laut Prüfungs­ordnung nach dem Ersten Staats­examen auf jeden Fall Schluss war? Denn damit bestand keine Chance, jemals in einem juris­ti­schen Beruf zu arbeiten.

In Frank­reich, Schweden, Holland und Italien gab es schon um die Jahrhun­dert­wende Anwältinnen, zum Teil sogar Richte­rinnen. In Deutschland führten die männlichen Kräfte der Beharrung derweil munter ihre drolligen Argumente ins Feld, warum Frauen in der Justiz nichts zu suchen hatten. Ein Dauer­brenner war der Hinweis auf die „besondere körperliche Konsti­tution“ der Frau, die Zitat, „in der besten Zeit der Jahre von Zeit zu Zeit in einem anormalen Zustand sich befindet und an der pflichtgemäßen Ausübung des Berufs gehindert ist.“ Die Gegner einer Öffnung der Justiz­berufe für Frauen stellten ihre Haltung gerne auch als Engagement zum Schutze der Frau dar. Die „edle und keusche“ Frau sei viel zu schade für den Richter und Anwalts­beruf, bei dem man ja so vielen Scheußlichkeiten ausge­setzt sei, zumal bei Sittlich­keitspro­zessen.

Die Männer mauerten

Auf dem Richtertag 1921 herrschte weitgehend Konsens, dass es der Würde eines Mannes einfach nicht entspricht, von einer Frau verur­teilt zu werden. Ein Richter formu­lierte in einer Tagess­zeitung: „Man vergegenwärtige sich den Fall, dass Frauen schwere Freiheits­s­trafen oder gar Todess­trafen über Männer verhängen sollen. Muss sich nicht das natürliche Gefühl gegen solche Verletzung echter Manneswürde auflehnen, einer Manneswürde, auf die auch der Bescholtene und Geset­zesverächter immerhin noch Anspruch erheben darf.“ Die Anwalt­schaft der Weimarer Republik bremste mit einem handfes­teren Argument. Mandate waren knapp, der wirtschaft­liche Erfolg vieler Kanzleien bedroht. Da konnte man zusätzliche Konkurrenz durch Frauen nun wirklich nicht gebrauchen.

Maria Otto kannte diese Argumente, als sie im Sommer 1916 den Antrag stellte, zumindest „infor­ma­to­risch“ den Vorbe­rei­tungs­dienst, das Referen­dariat, antreten zu dürfen. „Infor­ma­to­risch“ ist in diesem Zusam­menhang ebenfalls ein drolliger Begriff. Im Klartext will er heißen: Referen­dariat zum eigenen Vergnügen. Ohne Aussicht darauf, das erworbene Wissen später nutzen zu können. Die Beamten im Justiz­mi­nis­terium stimmten dem „infor­ma­to­ri­schen Vorbe­rei­tungs­dienst" wohl zu in der Annahme: Da kommt eine junge Frau, die einen Einblick in den Beruf bekommen möchte, aber vermutlich einen Anwalt oder Richter heiratet und dann in der Küche verschwindet. Wie wir wissen, kam es anders.

Ein Recht wird einge­fordert

Bereits im Ersten Weltkrieg überholte die soziale Realität die Allein­herr­schaft des Mannes im Berufs­leben. Frauen ersetzten im Zivilen an vielen Stellen die Männer an der Front. Mit dem Ende des Krieges kam dann auch das Ende der recht­lichen Vorherr­schaft der Männer. Formal zumindest. Am 19.1.1919 gingen in Deutschland erstmals Frauen zu den Wahlurnen. In der gewählten Natio­nal­ver­sammlung saßen dann auch 37 Frauen, die meisten Sozial­de­mo­kra­tinnen. Laut Artikel 109 der Weimarer Verfassung hatten Männer und Frauen fortan die gleichen staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten. Art. 128 der Reichs­ver­fassung beendete die recht­liche Diskri­mi­nierung bei der Zulassung von Frauen zum Beamten­dienst und für öffent­liche Ämter. Formal zumindest.

Die neue Staatsform der Republik, die Demokratie, war den Deutschen in den Schoß gefallen. Nur wenige hatten sie gewollt und niemand hatte sie erkämpft. Die Feinde des Fortschritts kämpften auch, man kann wohl sagen besonders heftig in München. Und sie kämpften auch gegen die Kandi­datin Fräulein Maria Otto. Die hatte bereits kurz nach Kriegsende beantragt, dass ihr „infor­ma­to­ri­scher“ Status im Vorbe­rei­tungs­dienst in einen regulären gewandelt würde. Nach Abschluss des dreijährigen Dienstes hätte sie dann zum Zweiten Staats­examen zugelassen werden müssen. Der Antrag wurde abgelehnt. Im September 1919 wieder­holte sich das Spiel. Im Oktober 1919 noch einmal. Im Januar 1921 versuchte Maria Otto es erneut. Wider­spruch gegen den negativen Bescheid im April ’21. Die Begründungen für ihre Anträge waren von mal zu mal länger geworden. Sie verwies auf das neue Reichs­ver­fas­sungs­gesetz und die gesetz­ge­be­ri­schen Aktivitäten verschie­dener Reichs­tags­ab­ge­ord­neter in Berlin.

Die Absagen waren mal verbindlich im Ton, mal wurde gar nicht reagiert, mal schienen sie demas­kierend ehrlich: Richter­stand und Anwalt­schaft seien überfüllt. Am 7. Dezember 1921 wendete sich das Blatt. In ihrem Antrag auf Prüfungs­zu­lassung für das Jahr 1922 schränkte Maria Otto ein, dass sie keine Position im Staats­dienst anstrebte. Baden und Preußen hatten bereits die Zulassung von Frauen zum zweiten juris­ti­schen Staats­examen beschlossen. Vielleicht wollten die zuständigen Beamten nur endlich ihre Ruhe von dieser renitenten Antrag­stel­lerin haben. Im Februar 1922 ließen sie das „Fräulein Kandi­datin“ ausnahms­weise und mit Hinweis zu, dass auch eine erfolg­reiche Prüfung ihr weder die Fähigkeit zum Richteramt noch die für ein höheres Amt in der inneren Verwaltung oder des Finanz­dienstes verleihe.

Im Juni bestand Dr. Maria Otto als erste Frau die Prüfung. In der Rangliste der 113 Teilnehmer landete sie im Mittelfeld auf Rang 63. Im Oktober bekam sie ihre Urkunde und durfte den Asses­so­ren­titel führen. Am 7. Dezember 1922 ließ das Bayrische Staats­mi­nis­terium der Justiz Dr. Maria Otto auf der Grundlage des Gesetzes über die Zulassung der Frauen zu den Ämtern und Berufen der Rechts­pflege vom 11. Juli 1922 (RGBl. 1922, 573) zur Rechts­an­walt­schaft zu.

Der Preis für die Karriere als Anwältin

Sie ließ sich als selbstständige Einzel-Anwältin in der Nähe des Münchner Justizgebäudes nieder. Kanzlei­adresse Ottostr. 1. Auch der Zeitpunkt – heute würde man wohl „das Timing“ sagen – war günstig. Die turbu­lenten Anfangs­jahre der Weimarer Republik strebten ihrem Ende entgegen. Nach der französischen Besetzung des Ruhrge­biets, dem Hitler­putsch, den kommu­nis­ti­schen Aufständen in Sachsen und Thüringen und dem Ende der Inflation und der damit verbun­denen Wirtschaft­krise ging es ab 1924 in Deutschland endlich wieder ruhiger zu. Und wirtschaftlich aufwärts. Maria Otto etablierte sich auf Rechts­ge­bieten, die schon damals als „eher weiblich“ galten. Sie machte sich im Famili­en­recht einen Namen und vertrat viele Frauen bei Unter­haltss­trei­tig­keiten. Sie arbeitete in der Münchner Rechts­schutz­stelle für Frauen mit und vertrat Frauen­ver­ei­ni­gungen wie den Verein Arbei­te­rin­nenheim und – wie bereits erwähnt – den Künstle­rin­nenbund GEDOK.

Im Dritten Reich durfte die Rechtsanwältin Otto weiter ihrem Beruf nachgehen. Ihre Haltung zu den Nazis war wohl geprägt von dem Versuch, eher unauffällig zu agieren ohne die Konfron­tation zu suchen. Sie war nicht Mitglied der NSDAP, aller­dings ab Februar 1934 im NS-Rechts­wahr­erbund. Später trat sie noch dem Deutschen Frauenwerk, der NS-Volks­wohl­fahrt und dem Reichs­luft­schutzbund bei. Politische Funktionen übernahm sie nicht und sie erhielt auch keine Auszeich­nungen. 1937/38 fungierte Maria Otto als Sachverständige im Famili­en­rechts­aus­schuss. Der Rechts­his­to­riker Reinhard Weber nennt ihre Kontakte zu den braunen Macht­habern in einem Gutachten „eher peripher“. Von der US-Militärregierung für Bayern wurde sie nach Kriegsende umgehend als „nicht belastet“ einge­stuft. Die Spruch­kammer München bestätigte ein Jahr später diese Einschätzung.

Mit ihrer Hartnäckigkeit ebnete die erste zugelassene Anwältin Deutsch­lands Frauen den Weg in eine Männerdomäne. Ihre Geschichte ist eine Pionier­ge­schichte. So wird die Geschichte bis heute erzählt und das ist natürlich auch richtig so. Dabei wird aber in der Regel ein Aspekt unter­schlagen: Frauen wie Maria Otto mussten für ihre beruf­liche Pionier­leistung einen hohen Preis zahlen. Frauen wie Maria Otto konnten im Grunde nicht heiraten.

Auch in der Weimarer Republik bedeu­teten Heirat und die Gründung einer Familie für Frauen nahezu immer und automa­tisch das Ende der Karriere. Das mensch­liche Bedürfnis nach Liebe und Sexualität mussten berufstätige Frauen der Zeit entweder verdrängen oder im Verbor­genen ausleben – mit allen Belas­tungen, die damit verbunden sind.

Revolu­tionen können Zeit brauchen. Es dauerte ganze drei Jahre, bis das Fräulein Otto in Bayern eine Kollegin bekam. 1933 gab es im Freistaat gerade mal acht Anwältinnen. Im ganzen Reich waren es nicht einmal hundert. Die erste Richterin in Bayern trat 1946 ihren Dienst an. Fräulein Maria Otto, die Kandi­datin mit dem Ausschluss-Vermerk im Zeugnis, ist im Jahr 1977 verstorben. Nach 55 Jahren in ihrem Beruf. Dem Beruf der Anwältin.

 

Autor: Thomas Ramge, Berlin
Dieser Text stammt aus dem Anwaltsblatt 2010, 315-316

Die Preisträgerinnen

DAV verleiht Maria-Otto-Preis an zwei Anwältinnen aus Berlin – Einsatz für Opfer rechts­ex­tremer Gewalt und von Sexual­de­likten

Mit dem Maria-Otto-Preis ehrt der DAV seit dem Jahr 2010 Anwältinnen, die sich in besonderem Maße in Beruf, Justiz, Politik und Gesellschaft verdient gemacht haben und eine besondere Vorbildfunktion für Anwältinnen und Anwälte innehaben. Im April 2016 hat der DAV diesen Preis zum fünften Mal feierlich verliehen und zwei Anwältinnen ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise für ihre Mandanten engagieren.

Benannt ist der Anwältinnenpreis der Deutschen Anwaltschaft nach Rechtsanwältin Dr. Maria Otto. Sie wurde nach ihrem langen hartnäckigem Betreiben 1922 durch das Bayerische Staatsministerium der Justiz als erste deutsche Anwältin in München zugelassen und praktizierte bis 1977 (siehe zu ihrem Werdegang: Ramge, AnwBl 2010, 315, abrufbar in der Anwaltsblatt-Datenbank im Netz unter www.an-waltsblatt.de). Auch in diesem Jahr kamen zur Preisverleihung in der Mendelssohn-Remise am Gendarmenmarkt in Berlin zahlreiche Gäste aus Anwaltschaft, Politik und Gesellschaft.

Die Preisträgerinnen

Der DAV hat den Preis in diesem Jahr an die Rechtsanwältinnen Regina Götz und Undine Weyers verliehen. Sie sind Fachanwältinnen für Straf­recht und arbeiten gemeinsam in einer Berliner Sozietät. Die Preisträgerinnen unterstützen insbe­sondere Opfer politisch motivierter, rechts­ex­tre­mis­ti­scher Gewalt­taten sowie Opfer von Sexual­de­likten. Anlass für ihre Arbeit in diesen Gebieten sind Mandate, die sie bereits in ihren ersten Berufs­jahren stark geprägt und ihnen gezeigt haben, dass gerade hier Handeln und nicht Wegsehen angebracht ist. Götz vertrat zu Beispiel im Fall der sog. „Hetzjagd in Guben“ im Jahr 1999 die Verwandte des Opfers als Nebenklägerin. Beide Preisträgerinnen engagieren sich zudem für die Stärkung der Rechte misshan­delter Frauen in der Berliner Initiative gegen häusliche Gewalt (BIG e.V.).

In den vergan­genen Jahren wandten sich die beiden Anwältinnen mit zahlreichen Fällen aus ihrer beruf­lichen Praxis an die im Jahre 2001 gegründete DAV-Stiftung Contra Rechts­ex­tre­mismus.

In den Fällen ging es überwiegend um Taten, in denen Menschen allein wegen ihrer Herkunft Opfer geworden sind. Die Stiftung übernimmt die Kosten für die Rechts­be­ratung und Rechts­ver­tretung von Opfern politisch motivieter Straf­taten, sofern diese bedrüftig sind. Seit ihrer Gründung konnte die durch Spenden und Zuweisung von Geldauf­lagen in Straf­ver­fahren finan­zierte Stiftung bereits in über 400 Fällen unterstützen.

Harte Realität statt Elfen­beinturm

Diesen Einsatz ehrte der DAV nun mit dem Maria-Otto-Preis. In seiner Laudatio würdigte DAV-Präsident Ulrich Schel­lenberg den „mutigen und coura­gierten Einsatz auf einem Gebiet, welches nicht der juris­tische Elfen­beinturm ist, sondern die harte Realität wider­spiegelt.“ Es sei ihm ein beson­deres Anliegen, die Anwalts­kol­le­ginnen für ihr „heraus­ra­gendes Engagement“ gerade in einer Zeit zu ehren, in welcher der deutsche freiheit­liche Rechts­staat vor einer großen Heraus­for­derung stehe. Der Deutsche Anwalt­verein sehe es als gesamt­ge­sell­schaft­liche Aufgabe an, mit aller Entschlos­senheit gegen politisch motivierte Straf­taten vorzu­gehen. Er stehe für Toleranz und Achtung der Menschenwürde. Auch der DAV werde weiterhin entschlossen gegen Rassismus vorgehen. Auch er schaue nicht weg!

In ihrer Dankesrede haben die Anwältinnen eindrucksvoll aus ihrem beruf­lichen Alltag als Straf­ver­tei­di­ge­rinnen und Neben­kla­ge­ver­tre­te­rinnen von Opfern rechts­ex­tre­mis­ti­scher Gewalt und über die prakti­schen Probleme der Straf­barkeit sexueller Übergriffe auf Frauen berichtet. Damit wurde ein Bereich der anwalt­lichen Tätigkeit beleuchtet, der selten im Rampen­licht steht. Die Anwältinnen werden ihre Arbeit fortsetzen.

Autorin: Rechtsassessorin Reyam Joudeh, DAV, Berlin

Maria-Otto-Preis des DAV für die US-Anwältin Laurel Bellows

Mit dem Maria-Otto-Preis ehrt der DAV Anwältinnen, die sich in besonderem Maße in Beruf, Justiz, Politik und Gesellschaft verdient gemacht und eine besondere Vorbildfunktion für Anwältinnen und Anwälte innehaben. Im Mai erhielt die ehemalige Präsidentin der American Bar Association Laurel Bellows den Preis.

Das ehemalige Bankhaus der Bankier- und Künstler­fa­milie Mendelssohn liegt im Herzen Berlins unweit des Gendarmen­marktes. Die ehemalige Kassen­halle, die „Mendelssohn-Remise“, dient heute als Ausstel­lungs- und Veran­stal­tungsraum und als Ort, an dem die Verbindung von Geschichte, Kultur und Zivil­ge­sell­schaft erlebbar wird. Im Mai dieses Jahres war die Mendelssohn-Remise Schau­platz eines beson­deren, deutsch-ameri­ka­ni­schen „Events“: Der Verleihung des Maria-Otto-Preises an die US-Anwältin Laurel Bellows.

Gesell­schaft­liche Verant­wortung

Bellows prakti­ziert seit 1974 als Anwältin in Chicago. 2012 übernahm sie als Präsidentin das Spitzenamt der fast 400.000 Mitglieder starken American Bar Association (ABA). Während ihrer einjährigen Amtszeit hatte sich Bellows nicht nur um Berufs­po­litik gekümmert sondern ein großes Augenmerk auf das „Human trafficking“ gelegt. „Ihr Engagement gegen mensch­lichen Sklaven­handel, auch in den USA, war beispielhaft“, so DAV-Präsident Rechts­anwalt Prof. Dr. Wolfgang Ewer in seiner Ansprache. Eine weitere wichtige Leistung von Bellows war die Einrichtung der „ABA Gender Equity Task Force“, die sich für die Gleich­stellung von Anwältinnen und Anwälten einsetzt.

Grund für die Auszeichnung sei aber nicht nur Ihr Engagement für unbequeme Themen während ihrer ABA-Präsident­schaft gewesen, so der Laudator des Abends Gary Smith. Der Direktor der American Academy in Berlin verdeut­lichte, wie Bellows über ihre gesamte Karriere beispielhaft vorge­macht habe, dass es zur beruf­lichen Profes­sio­nalität auch gehöre, gesell­schaft­liche Verant­wortung zu übernehmen, ob als Vertei­di­gerin von Prosti­tu­ierten zu Beginn ihrer Laufbahn, als Beraterin in Gesetz­ge­bungs­an­ge­le­gen­heiten oder in einer ihrer vielen ehren­amt­lichen Funktionen, die sie in der ABA und anderen anwalt­lichen Organi­sa­tionen innehatte.

Ungleichbehandlung

Den zahlreichen Gästen aus Politik, Justiz und Anwalt­schaft machte die glückliche Preisträgerin deutlich, dass Sie den Maria-Otto-Preis als Ansporn nehme. „Wenn man die Sechzig überschreitet, muss man Risiken eingehen und sicher­stellen, dass man unbequem ist. Das sind meine Ziele“, so Bellows. Und unbequeme Themen brachte sie auch noch einmal zur Sprache: Stichwort ungleiche Bezahlung von Anwältinnen und Anwälten. In den USA erhielten laut Bellows Anwältinnen im Durch­schnitt nur 71 Prozent des Gehalts ihrer gleich­qua­li­fi­zierten männlichen Kollegen. In Deutschland sieht es nicht viel besser aus, wie DAV-Präsident Ewer zuvor in seiner Ansprache verdeut­lichte (auf dem gesamten Arbeits­markt verdienen Frauen in Deutschland 22 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen). Noch ungleicher wird es laut Bellows bei African Americans (nur 66 Prozent des Gehalts der weißen männlichen Kollegen) und Latinas (nur 50 Prozent des Gehalts der weißen männlichen Kollegen).

Zwischen Deutschland und den USA liegen zwar geogra­fische und kultu­relle Entfer­nungen, grund­le­gende Themen gleichen sich aber frappierend, nicht nur in der Gegenwart. So erinnerte Bellows an die erste, in ihrem Heimat­staat Illinois zugelassene Anwältin, deren Zulassung zunächst gescheitert sei, weil der US Supreme-Court die Auffassung vertreten habe, Frauen seien dem Anwalts­beruf emotional und physisch nicht gewachsen. Der gleichen Argumen­tation sah sich auch die Namens­ge­berin des Preises, Maria Otto gegenüber, bevor sie 1922 als erste Anwältin in Deutschland zugelassen wurde (30 Jahre nach der schlus­sendlich im Jahr 1892 in Illinois zugelas­senen Kollegin). Auch daran wurde deutlich: Um Vorbilder zu finden, kann man auch einmal über den Ozean hinaus­schauen.

Autor: Rechtsanwalt Manfred Aranowski, Berlin

DAV verleiht Maria-Otto-Preis an „Anwältinnen ohne Grenzen“

Mit dem Maria-Otto-Preis zeichnet der Deutsche Anwaltverein herausragende Anwältinnen für ihre Vorbildfunktion und ihre Verdienste um die Belange von Frauen in Beruf, Justiz, Politik und Gesellschaft aus. Im Mai 2013 verlieh der DAV den Maria-Otto-Preis an den Vorstand des Vereins „Anwältinnen ohne Grenzen“. Benannt ist der Preis nach der ersten Anwältin Deutschlands, die 1922 zugelassen wurde.

Was haben eine ehemalige Richterin aus Bosnien-Herze­gowina, eine in Spanien aufge­wachsene musli­mische Palästinen­serin und eine seit den siebziger Jahren in Freiburg tätige Famili­en­recht­lerin gemeinsam? Alle drei haben sich zusam­men­ge­funden, um für die nationale und inter­na­tionale Beachtung von Frauen­rechten einzu­treten. Jasmina Prpíc (Rechtsanwältin aus Bosnien-Herze­gowina), Siba Irsheid (Rechtsanwältin aus Spanien) und Regina Schaaber (Rechtsanwältin aus Freiburg) bilden den Vorstand des Vereins „Anwältinnen ohne Grenzen“. Prpíc gründete mit anderen Gleich­ge­sinnten den Verein 2007. Anlass waren ihre Erfah­rungen, die sie nach ihrer Flucht vor dem Bosni­en­krieg in der Menschen­rechts­arbeit im Kosovo und in anderen Krisen­re­gionen sammelte. Anwältinnen ohne Grenzen baut seit seiner Gründung ein Netzwerk auf, das vor allem über die UN-Frauen­rechts­kon­vention aufklären und Frauen­ak­ti­vis­tinnen und Organi­sa­tionen in ihrem Kampf gegen Diskri­mi­nie­rungen juris­tische Hilfe zur Verfügung stellen soll.

Lauda­torin Gesine Schwan

Dieses Engagement zeichnete der DAV nun mit dem Maria-Otto-Preis aus. Den Preis nahmen die drei Vorstands­mit­glieder im Rahmen einer Festver­an­staltung im Mai in Berlin entgegen. „Die drei Preisträgerinnen stehen stell­ver­tretend für ein beein­dru­ckendes Netzwerk, das mit dem Preis ebenfalls geehrt werden soll“, so die Lauda­torin Prof. Dr. Gesine Schwan. Schwan hob hervor, dass sich Anwältinnen ohne Grenzen nicht nur für die Förderung und Durch­setzung der Menschen­rechte von Frauen sondern auch für den Abbau jeglicher Form von Ungleich­be­handlung einsetze, um einen norma­tiven gesell­schaft­lichen Wandel in Bezug auf Gleich­be­rech­tigung anzuregen und anzutreiben. Pripíc, die trotz fünfzehnjähriger Erfahrung als Richterin und Rechtsanwältin in Bosnien die Berufs­be­zeichnung „Rechtsanwältin“ in Deutschland nicht führen darf, machte den zahlreich anwesenden Gästen aus Anwalt­schaft, Politik und Gesell­schaft deutlich, dass auch in den hochent­wi­ckelten Ländern des Westens noch einiges im Argen liege: Zwar gebe es in den meisten EU-Staaten die formale Gleich­stellung von Mann und Frau, faktisch sei man von einer echten Gleich­stellung jedoch noch weit entfernt.

Autor: Rechtsanwalt Manfred Aranowski, DAV, Berlin

Kämpferin für die Anwältinnen: Renate Damm aus Hamburg

Mit dem Maria-Otto-Preis zeichnet der Deutsche Anwaltverein herausragende Anwältinnen für ihre Vorbildfunktion und ihre Verdienste um die Belange von Frauen in Beruf, Justiz, Politik und Gesellschaft aus. Im November 2011 verlieh der DAV den Maria-Otto-Preis an die Hamburger Rechtsanwältin Renate Damm. Der Preis – benannt nach der ersten 1922 in Deutschland zugelassenen Anwältin – wurde zum zweiten Mal verliehen.

Wer über Renate Damm liest, wer vor allem an einem Abend in ihrer Nähe ist, erfährt viele Facetten ihrer Person. So viele, dass man gleich mehrere Leben damit füllen könnte. Renate Damm: die Anwältin, die Politi­kerin, die Medienex­pertin, die Mutter, die Schau­spie­lerin, die Motor­rad­fah­rerin. An diesem Abend zählte aber vor allem eines: Renate Damm, die Vorkämpferin, die es schaffte, sich in einer von Männern dominierten Welt zu behaupten und den Weg für nachkom­mende Genera­tionen von Anwältinnen auch in Unter­nehmen zu ebnen.

Laudatio von Heribert Prantl

Zur Preis­ver­leihung in der Berliner Mendelssohn-Remise kamen Ende November 2011 Gäste aus Anwalt­schaft, Politik und Gesell­schaft, darunter viele Weggefährten der Preisträgerin, ehemalige und aktuelle. Renate Damm ist trotz ihrer 76 Jahre immer noch als Anwältin in einer Hamburger Medien­kanzlei aktiv. Sie war aber vor allem lange Jahre Chefjus­ti­tiarin des Springer-Konzerns. Zu den Gratu­lanten gehörten daher auch die Vertreter der Chefre­dak­tionen großer deutscher Tages­zei­tungen, darunter als Laudator Prof. Dr. Heribert Prantl von der Süddeut­schen Zeitung.

In seiner Laudatio machte Prantl deutlich, welche Widerstände Renate Damm in der männerdo­mi­nierten Juris­tenwelt der 50er und 60er Jahre hatte überwinden müssen und hob hervor, dass sie sich über ihre Arbeit beim Zeitungs­verlag Axel Springer und ihrem Engagement für die Presse­freiheit hinaus in vielfältiger Weise einen Namen gemacht hat. So sei sie nicht nur für Frauen und ihre Rechte im Deutschen Juris­tin­nenbund aktiv gewesen, sondern auch in der Hamburger Landes­po­litik als stell­ver­tre­tende Landes­chefin einer Partei. Sehr persönlich würdigte Prantl die Eigen­schaften der Preisträgerin: „Sie verkörpern Stand­fes­tigkeit, Engagement, Ehrgeiz und Geistesgröße; und dass Sie ein offenes Herz haben, das weiß jeder, der Ihnen begegnet.“

Renate Damm dankte dem Deutschen Anwalt­verein für seinen Mut, mit ihr ausge­rechnet eine Syndi­kusanwältin auszu­zeichnen. Sie forderte den DAV auf, sich auch weiterhin für die Rechte der Syndi­kusanwälte, insbe­sondere ihre Verschwie­gen­heits­rechte einzu­setzen. In Ihrer Dankesrede hob sie hervor, dass Maria Otto als Frau in den 20er Jahren wesentlich größere Hinder­nisse zu überwinden gehabt habe als sie und dass es wichtig sei, die Kolle­ginnen der heutigen Generation daran zu erinnern.

Autor: Rechtsanwalt Manfred Aranowski, Berlin

Erstmalige Verleihung des Maria-Otto-Preises in Berlin

Mit dem Maria-Otto-Preis ehrt der Deutsche Anwaltverein herausragende Anwältinnen für ihre Vorbildfunktion und ihre Verdienste um die Belange von Frauen in Beruf, Justiz, Politik und Gesellschaft. Die erstmalige Verleihung des Preises fand Anfang März in Berlin statt. Ausgezeichnet wurde die Hamburger Rechtsanwältin Dr. Gisela Wild.

Unweit des Berliner Gendarmen­marktes findet man ein kultu­relles Kleinod: Die Mendelssohn-Remise. Die frühere Bankhalle der Mendels­sohnbank dient heute als Konzertsaal, Ausstel­lungsfläche und als Ort gesell­schaft­licher Begeg­nungen. Ein Ort, an dem man Geschichte atmen kann. Am 3. März 2010 diente die Mendelssohn-Remise als Schau­platz der erstma­ligen Verleihung des Maria-Otto-Preises, des Anwältinnen­preises des DAV.

Zur Preisverleihung eingeladen waren neben den Vertretern der juristischen Organisationen auch diejenigen, denen die Gleichstellung von Frau und Mann ein besonderes Anliegen ist, vom deutschen Frauenrat bis zu den Gleichstellungsbeauftragten der Ministerien, aber auch Kulturschaffende und Bundestagsabgeordnete. Rund 200 Gäste waren gekommen, um die Verleihung an die Hamburger Rechtsanwältin Dr. Gisela Wild mitzuerleben (zur Preisträgerin siehe das Anwaltsblattgespräch, AnwBl 2010, 179 ff.).

DAV-Präsident Prof. Wolfgang Ewer hielt die Laudatio. „Das Lebenswerk von Frau Dr. Wild ist vorbildhaft, weil sie die Vielzahl von Facetten, die zu einer wirklichen Anwaltspersönlichkeit gehören – von der Rechts­wis­sen­schaft­lerin über die renom­mierte Wirtschaftsanwältin bis hin zur unerschro­ckenen und unermüdlichen Kämpferin für Freiheits­rechte – in sich verkörpert“, betonte Ewer. Die Preisträgerin habe sich in ihrer anwalt­lichen Tätigkeit stets für Bürger- und Frauen­rechte einge­setzt. Ewer verwies insbe­sondere auf ihre erfolg­reiche Verfas­sungs­be­schwerde gegen das Volkszählungs­gesetz, an dessen Ende das vom Bundes­ver­fas­sungs­ge­richt postu­lierte „infor­ma­tio­nelle Selbst­be­stim­mungs­recht“ stand.

Für Gisela Wild kam die Entscheidung des DAV-Vorstands, sie auszu­zeichnen überra­schend. „Ein Preis für Anwältinnen jetzt, nachdem nahezu die Hälfte aller Anwälte Frauen sind, ist das nicht überholt?“ Dies seien ihre ersten Gedanken gewesen, berichtete sie dem Publikum. Die anfängliche Skepsis sei aber der Freude über den Preis gewichen und der Erkenntnis, „dass der Maria-Otto-Preis ins Bewusstsein ruft, wie schwer es Frauen hatten, als gleich­wertig angenommen zu werden – und wie schwer sie es oft heute noch haben.“ Wild, selbst Partnerin einer großen inter­na­tio­nalen Sozietät und Mutter eines Sohnes wies darauf hin, dass gerade im Umfeld der großen Kanzleien Beruf und Familie schwer zu vereinen seien. Partner zu werden und Kinder großzuziehen, würden in den Großsozietäten bislang die wenigsten schaffen. „Erst wenn dort die Hälfte der Partner weiblich sind und in Verbands­gremien Frauen voll vertreten sind, wird die Gleich­be­rech­tigung vollzogen sein“, so Wild.

Die erste Anwältin: Maria Otto

Nach der Übergabe der kunstvoll gestalteten Skulptur des Maria-Otto-Preises nahm die Schauspielerin Iris Berben das Publikum mit auf eine Zeitreise in die Anfangszeit der Anwältinnen in Deutschland. Sie berichtete über Maria Otto, der ersten, 1922 in Deutschland zugelassenen Anwältin, verdeutlichte die Widerstände, die sie hatte überwinden müssen, um als Anwältin arbeiten zu können und ihre persönlichen Entbehrungen, die letztlich darin mündeten, dass kein Nachkomme der Namensgeberin des Preises an der Preisverleihung teilnehmen konnte. Denn Nachkommen Maria Ottos gibt es nicht. Eindrücklich verdeutlichte dies, dass in der Weimarer Republik die Entscheidung einer Frau für ihre Karriere praktisch automatisch eine Entscheidung gegen die Gründung einer Familie gewesen ist (über das Leben von Maria Otto siehe in diesem Heft Ramge, AnwBl 2010, 315).

Nach dem offizi­ellen Teil blieben die Gäste lange. Es war überall einhellig zu hören: Ein Preis für Anwältinnen ist noch lange nicht überholt.

Autor: Rechtsanwalt Manfred Aranowski, Berlin