Mahnmal

Zum Gedenken an die durch den Natio­nal­so­zia­lismus umgekom­menen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte

Mit dem Mahnmal „Anwälte erinnern" gedenkt der Deutsche Anwalt­verein der vornehmlich jüdischen Anwältinnen und Anwälte, die in Deutschland durch den Natio­nal­so­zia­lismus den Tod gefunden haben. Auf einer in einen Garten einge­bet­teten Plastik sind auf Messing­tafeln die Namen von 580 NS-Opfern verzeichnet. Bei weiterer Aufar­beitung der Geschichte können weitere Namen aufge­nommen werden.

Für das Gedenken hat der DAV einen Ort mit einem besonderen Konzept geschaffen: Im Innenhof des DAV-Hauses in Berlin steht eine Plastik, eingebettet in einen eigens dafür gestalteten Garten. Zentral von allen Seiten einsehbar steht die Plastik. Wie Buchseiten drehen sich große Flügel aus Metall um eine feststehende Achse.

Im DAV-Haus gibt es eine Dokumentation mit weiteren biographischen Angaben zu den einzelnen Personen und mit einem Hinweis, auf welcher Tafel der Plastik sich der jeweilige Name wiederfindet.
Der Ort ist über einen Durchgang über die Voltairestraße öffentlich zugänglich. Die künstlerische Gestaltung erfolgte durch die in Münster lebende Künstlerin Gro Lühn. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgt durch Dr. Simone Ladwig-Winters.

Bei der Einweihung, an der zahlreiche Repräsentanten aus Gesellschaft und Politik sowie der Anwaltschaft und der Justiz teilgenommen haben, sprachen neben dem DAV-Präsidenten auch die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland Charlotte Knobloch, der Präsident des Bundesverfassungsgerichts Prof. Dr. Hans-Jürgen Papier, die Bundesjustizministerin Brigitte Zypries sowie die Justizsenatorin in Berlin Gisela von der Aue.