Soziales Engagement

Das Rechts­be­ra­tungs­projekt European Lawyers in Lesvos (ELIL) besteht seit Juni 2016 und war ursprünglich eine Initiative des Deutschen Anwalt­vereins (DAV) und der Europäischen Anwalt­ver­ei­nigung CCBE in Koope­ration mit griechi­schen Anwalts­kammern. Mittler­weile ist European Lawyers in Lesvos eine gemeinnützige und unabhängige Gesell­schaft.

Mit dem Projekt European Lawyers in Lesvos leisten griechische und weitere europäische Rechtsanwälte, die Experten auf dem Gebiet des Asylrechts sind, auf der griechi­schen Insel Lesbos für Flüchtlinge indivi­duelle und kostenlose Rechts­be­ratung.

Alle Informationen zu ELIL finden Sie hier.

Um allen Bürgerinnen und Bürgern einen einfachen Zugang zum Recht zu ermöglichen, haben über 30 örtliche Anwalt­vereine im Deutschen Anwalt­verein Rechts­be­ra­tungs­stellen für finan­ziell bedürftige Personen einge­richtet.

Die Organi­sa­ti­ons­formen sind vielfältig. Eines aber haben alle gemeinsam: Sie bieten kompe­tenten Rechtsrat und schlagen dorthin eine Brücke, wo sonst Hemmschwellen den Weg zum Anwalt behindern. Die ehren­amtlich geleistete Beratung für mittellose Personen in den Rechts­be­ra­tungs­stellen ist ein Aushängeschild für die Anwalt­vereine und beispielhaft für das gesell­schaft­liche Engagement der Anwalt­schaft.

Dieses Angebot der Anwalt­vereine schafft eine effektive Ergänzung zur Beratungs­hilfe. Um eine Rechts­be­ra­tungs­stelle in Ihrer Nähe zu finden, nutzen Sie bitte nachfol­gende Karte und klicken Sie auf Ihr Bundesland.

 

Die Vermittlung von Rechts­be­wusstsein und Rechts­themen bei Schülerinnen und Schülern ist über den Rechts­kun­de­un­ter­richt an Schulen hinaus wichtig. Politik­ver­dros­senheit und Erosion des Rechts­be­wusst­seins sind verstärkt Gegen­stand öffent­licher Debatten. Intoleranz findet dort seinen Platz, wo man die Rechte anderer nicht kennt und sie oft nur deswegen nicht akzep­tiert. Das Projekt "Anwältinnen und Anwälte in die Schulen" engagiert sich dagegen.

Dabei gehen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte ehren­amtlich in die Schulen, um die Schülerinnen und Schüler über verschiedene Rechts­themen zu infor­mieren und auch Lebens­hilfe zu geben.

Die Themen­pal­lette ist dabei bewusst breit gewählt. Sie umfasst das Straf­recht, wo Schüler und Schülerinnen wichtige Straf­tatbestände kennen­lernen sollen, sowie das straf­recht­liche Ermitt­lungs­ver­fahren von der Tat bis zur Verur­teilung. Weitere Schwer­punkte sind das Zivil­recht und das Öffent­liche Recht.

Ziel des Projekts ist es, Interesse an Recht zu wecken, Rechts­be­wusstsein zu schaffen und dadurch die Recht­streue zu stärken. Aber auch ganz konkrete Lebens­hilfe soll gegeben werden. So soll aufgeklärt werden über Stalking und Cybermobbing, das Handy­verbot an der Schule, Handy­verträge, den illegalen Download von Musik­titeln und Filmen, das Lehrer-Schüler-Verhältnis und vieles mehr. Durch die konkrete Lebens­hilfe erfahren Schülerinnen und Schüler etwas über ihre eigenen Rechte und die Spiel­regeln der Gesell­schaft.

Auch über die Rolle der Anwältinnen und Anwälte und deren Stellung im Rechtsstaat wird aufgeklärt. Dies ist jedoch kein Selbstzweck. Ziel ist es, die Rolle der unterschiedlichen Verfahrensbeteiligten in einem Zivilprozess oder in einem Strafprozess nachzuvollziehen.