Fortbildung für Anwältinnen und Anwälte

DAV-Veran­stal­tungs­ka­lender

Zur Wettbe­werbs- und Zukunfts­si­cherung der Anwalt­schaft gehören auch zeitgemäße Quali­fi­ka­tions- und Weiter­bil­dungs­an­gebote, die dem hohen Profes­sio­na­li­sie­rungsgrad des Anwalts­be­rufes gerecht werden. Der DAV hat sie!

Sowohl die örtlichen Anwalt­vereine als auch die Arbeits­ge­mein­schaften bieten ihren Mitgliedern kostengünstige Fortbil­dungen. In unserem Veran­stal­tungs­ka­lender finden Sie alle Termine im Überblick.

 

Datum
August
Donnerstag

§ 15 FAO - Behandlung von Hausgeld­for­de­rungen und Mieten/Pachten im Verstei­ge­rungs-, Verwal­tungs- und Insol­venz­ver­fahren

Seminar
Beginn 09.00 Ende 16.00 Ort Hamburg
Zeitstunden 5

Praktisch in jedem Insolvenzverfahren sind Miet- bzw. Pachtverhältnisse betroffen, ofmals auch in der Zwangsversteigerung. Insbesondere beim Wohneigentum spielen zudem Hausgeldforderungen eine sehr große Rolle. Hierdurch werden auf Seiten des Insolvenzverwalters/ Zwangsverwalters, des (Ver)Mieters/ (Ver)Pächters und der Wohnungseigentümergemeinschaften besondere Situationen geschaffen, die es zu bewältigen gilt. Nur wer die gesamtvollstreckungsspezifischen Zusammenhänge aller drei Verfahrensarten kennt, kann für (Ver)Mieter/ (Ver)Pächter/ WE-Gemeinschaften geeignete Lösungsmöglichkeiten finden. Das Seminar zeigt auf, worauf die Betroffenen zu achten haben, um für den Mandanten die bestmögliche Strategie und Lösung zu finden.
Auch für Sachbearbeiter der Zwangsvollstreckung geeignet.

Vertie­fungskurs Notarprüfung – Familien- und Erbrecht

Notarakademie
Beginn 09.30 Ende 16.15 Ort Hannover
Zeitstunden 20

Thema:
Anhand von Praxisfällen, die systematisch gelöst werden, behandeln die Dozenten Fragen aus der notariellen Praxis. Der Schwerpunkt liegt auf dem möglichen Prüfungsstoff der notariellen Fachprüfung. Am dritten Tag werden Fallbeispiele aus dem Familien- und Erbrecht intensiv besprochen.

Freitag

Brenn­punkt Zwangs­voll­stre­ckung

Seminar
Beginn 09.00 Ende 16.00 Ort Hamburg

Das Vollstreckungsrecht ist wie kaum ein anderes Rechtsgebiet geprägt vom praktischen Geschick seines Anwenders. Nur wer weiß, wie die Grundsätze und Ausnahmen der Zwangsvollstreckung im Alltags-
geschäft umzusetzen sind, kann effektiv zugreifen. Hier setzt das Seminar an: es vermittelt das nötige Rüstzeug, um dem Schuldner die Strategie des Gläubigers aufzuzwingen: Dem Gläubiger wird unter
anderem gezeigt welche taktischen Möglichkeiten neuester Rechtsprechung erlaubt sind. Denn der Mandant will nicht nur sein gutes Recht auf dem Papier, sondern dies auch durchgesetzt erhalten. Das Seminar wendet sich an Anwälte und deren Mitarbeiter, die in wirtschaftlich schwierigen Zeiten effektiver vollstrecken wollen.

Montag

§ 15 FAO - Aktuelle Recht­spre­chung Arbeits­ge­richt/Bundes­ar­beits­ge­richt

Seminar
Beginn 16.00 Ende 19.00 Ort Hamburg
Zeitstunden 3

Das Seminar wendet sich an sämtliche Rechtsanwälte, die entweder als Fachanwälte ganz überwiegend oder aber auch nur spora­disch die Arbeits­ge­richte aufsuchen. Die Recht­spre­chung der Landes­ar­beits-gerichte sowie des Bundes­ar­beits­ge­richts erkennt immer wieder neue Umstände für Recht, welche einem steten Wandel unter­liegen. So sind die Ausschluss­klauseln sowie das Urlaubs­recht Gegen­stand zahlreicher Entwick­lungen gewesen. Auch die Erkennung eines Sachvor­trags­ver­wer­tungs­ver­botes bedeutet neue Heraus­for­de­rungen im Rahmen der anwalt­lichen Praxis. Neuig­keiten aus dem Bereich des Kündigungs­schutz­ge­setzes sind ebenfalls immer zu besprechen.

Das Seminar wird die wichtigen Entschei­dungen und Linien nicht nur rezitieren, sondern in die übrige Recht­spre­chung einordnen und vernetzen.

Notarielle Fachprüfung - optimale Vorbe­reitung auf die mündliche Prüfung

Notarakademie
Beginn 16.30 Ende 17.00 Ort Berlin
Zeitstunden 10

Thema:
In einer Kleingruppe von maximal 10 Teilnehmern werden Sie in intensiver Form und realitätsnah auf den mündlichen Teil der notariellen Fachprüfung vorbereiten. Die Kurzvorträge (Aktenvortrag) und das Gruppenprüfungsgespräch werden anhand von Problematiken aus dem Bereich Handels- und Gesellschaftsrecht sowie des Registerrechts simuliert und geübt.

Dienstag

§ 15 FAO - Die Rückfor­derung von Schen­kungen wegen Verarmung durch den Sozial­hilfeträger

Seminar
Beginn 14.00 Ende 19.30 Ort Hamburg
Zeitstunden 5

Jedes Jahr wird beträchtliches Vermögen im Wege der Schenkung auf die nachfolgende Generation übertragen. Das beim Zuwendenden verbliebene Vermögen reicht häufig - insbesondere bei einer Unterbringung in einem Pflegeheim - zur Deckung des Lebensbedarfs nicht aus. Hier kann der Schenker das
Geschenk nach Maßgabe der §§ 528, 529 BGB zurückfordern. Um den Beschenkten zu verschonen, greift der Schenker aber lieber auf staatliche Unterstützungsleistungen zurück. Solche werden angesichts des betroffenen Personenkreises typischerweise durch den Sozialhilfeträger erbracht. Da dessen Leistungen den Beschenkten nicht entlasten sollen, sucht der Sozialhilfeträger im Folgenden Ausgleich bei dem Beschenkten. Das geschieht zweistufig mittels Überleitung des Schenkungsrückforderungsanspruchs und anschließender zivilprozessualer Durchsetzung des Rechts, so dass zuweilen zwei Fachgerichtsbarkeiten mit dem Regress des Sozialhilfeträgers befasst werden.
Die Fortbildungsveranstaltung behandelt die zivilrechtlichen, öffentlich-rechtlichen und verfahrensrechtlichen Fragen dieser ebenso komplexen wie praxisrelevanten Problematik.

Mittwoch

Notarielle Fachprüfung - Klausur­taktik Intensiv (am Beispiel Gesell­schafts­recht)

Seminar
Beginn 10.00 Ende 17.00 Ort Hannover
Zeitstunden 6

Thema:
Unter Anleitung eines erfahrenen Prüfers bietet das Seminar im kleinen Kreis (ca. 15 Teilnehmer) Möglichkeiten, intensive Erfahrungen mit der Klausursituation und deren Optimierung zu sammeln. Die Teilnehmer können Blockaden abbauen und individuelle Strategien für eine Optimierung des schriftlichen Prüfungsteils entwickeln. Angelehnt an authentisches Material werden Klausurlösungen zusammen erarbeitet und in Teilen unter simulierten Prüfungsbedingungen geschrieben.

Super­vision für Media­toren

Mediationsausbildung
Seminar
Beginn 11.00 Ende 16.00 Ort Köln
Zeitstunden 5

Die Bundes­rechts­an­walts­kammer weist aus aktuellem Hinweis darauf hin, dass am 31.8.2019 für zerti­fi­zierte Media­toren die Zweijah­res­frist endet, um ihrer Fortbil­dungs­ver­pflichtung nach § 4 ZMediatAusbV nachzu­kommen.

Dies gilt für alle Mediatoren, die
- vor dem 26.07.2012 (Inkrafttreten des Mediationsgesetzes) ihre Ausbildung (Ausbildungsumfang mindestens 90 Stunden) erfolgreich abgeschlossen

- oder vor dem 01.09.2017 ihre nach Inhalt und Umfang an den Anforderungen des § 2 Abs. 3 und 4 ZMediatAusbV orientierte Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und bis zu diesem Zeitpunkt an eine Einzelsupervision teilgenommen haben.

Gemäß § Abs. 1 ZMediatAusbV haben zertifizierte Mediatoren, die unter die beiden obigen Kategorien fallen, bis zum 31.08.2019 mindestens vier weitere Praxisfälle im Wege der Einzelsupervision zu reflektieren. Die Teilnahme an der Einzelsupervision soll jeweils im Anschluss an eine als Mediator oder Co-Mediator durchgeführte Mediation erfolgen und durch eine entsprechende Bescheinigung (§ 4 Abs. 2 ZMediatAusbV) nachgewiesen werden können.

Der KAV bietet Ihnen deshalb am 28.08.2019 in seinen Räumlichkeiten im OLG Köln von 11.00 - 16.00 Uhr diese Supervision in Form der Einzelsupervision im 2-er Setting oder auch in der Gruppe an. Die maximale Gruppenstärke beträgt fünf Personen. Supervision im Sinne des Mediationsgesetzes ist als eine Selbstreflexion erlebter Situationen und erlebten Verhaltens der eigenen Berufstätigkeit als Mediator mit dem Ziel einer Verbesserung, eine Neuorientierung zu verstehen. Bei der geforderten Einzel-Fall-Supervision bietet es sich ohne weiteres an, den Rahmen einer Gruppe zu wählen, da der Resonanzraum einer Gruppe wesentlich größer ist.
Typische Fragestellungen für eine Supervision sind: Meine Mediation war schwierig. Ich bin unsicher, ob ich alles richtig gemacht habe und was ich hätte besser machen können. Die Supervision (lateinisch Über-Blick) hat folgende Aspekte im Blick:

- Wie verhalten sich die Konfliktparteien in der Mediation?
- Wie verläuft das Mediationsgespräch?
- Welche Rolle spielt dabei der Mediator?

Entspre­chend den Super­vi­si­ons­ver­pflich­tungen können teilnehmen: Frisch ausge­bildete Media­torInnen, die einen Media­ti­onsfall durchgeführt haben, zerti­fi­zierte Media­torInnen, die ihrer Nachweis­pflicht für vier Einzel­su­per­vi­sionen nachkommen müssen sowie natürlich auch die insoweit verpflich­teten "alten Hasen".

Der Referent, Herr Kollege Christoph Bubert, ist Rechts­anwalt und inter­na­tional zerti­fi­zierter Media­ti­ons­su­per­visor (DACH) und seit über zehn Jahren in der Aus- und Fortbildung von Media­toren tätig. Er ist in den Zerti­fi­zie­rungs­kom­mis­sionen von DACH und MKBauImm (ehemals: Verband der Bau- und Immobi­li­en­me­dia­toren) tätig. Zudem ist er Fortbil­dungs­leiter für den Erwerb der Verbands­zer­ti­fi­zierung beim MKBauImm. Darüber hinaus gehört er dem Vorstand der Forschungs­gruppe für Wirtschafts­me­diation und Verhandlung der Techni­schen Hochschule Köln an.

Kostenbeitrag Jungmitglied: € 160,00
Kostenbeitrag Mitglied: € 180,00
Kostenbeitrag Nichtmitglied: € 190,00

Eine Teilnah­me­be­schei­nigung wird erteilt.

Veranstalter Kölner Anwaltverein e.V.

Beschäftigten­da­ten­schutz - Worauf Arbeit­geber und Arbeit­nehmer achten müssen

Seminar
Beginn 13.30 Ende 19.00 Ort Oldenburg
Zeitstunden 5

Referent: Dr. Michael Witteler, Rechts­anwalt, FA f. Arbeits­recht, Berlin.

Diese Veran­staltung richtet sich auch an Fachanwälte f. Arbeits­recht (§ 15 FAO).