Digitale Anwaltschaft: Das besondere elektronische Anwaltspostfach (beA) und mehr

Neues Informationsangebot mit aktuellen Nachrichten, Praxistipps, Checklisten, Literaturhinweisen und Downloads

Unter digitale-anwaltschaft.de finden Sie eine neue gestaltete Website des DAV. Hier stellen wir gebündelt die wichtigsten Informationen zum besonderen elektronischen Anwaltspostfach (beA), zum elektronischen Rechtsverkehr und zur Digitalisierung der Kanzlei bereit.

Zwar wurde der Starttermin für das besonderen elektronischen Anwaltspostfach (beA) von der BRAK verschoben. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Wir bieten Ihnen Einstiegshilfen zu Fragen der beA-Einrichtung, Kanzleiausrüstung und der Umgestaltung kanzleiinterner Arbeitsabläufe.

In dem Bereich digitale Kanzlei finden Sie u.a. Hinweise zum elektronischen Workflow, Social-Media-Fragen und der sicheren Kommunikation zwischen Anwalt und Mandant.

Abgerundet wird das Angebot durch eine Newsrubrik, in der wir auch über Fortbildungsangebote zum elektronischen Rechtsverkehr informieren.

Die Entwicklung des elektronischen Rechtsverkehrs

Mit elektronischem Rechtsverkehr ist der rechtlich wirksame Austausch elektronischer Dokumente gemeint. Auf der einen Seite stehen dabei Gerichte und Behörden, auf der anderen Seite Anwälte und Bürger.

Der elektronische Rechtsverkehr (ERV) und die Zahl der Beteiligten werden in kommenden Jahren stark zunehmen. Spätestens ab 2022 soll nach dem jetzigen Gesetzesstand der Rechtsverkehr fast nur noch elektronisch abgewickelt werden. Davon ausgenommen sind nicht anwaltlich vertretene Bürger. Als nächster Schritt wird für Anwälte das Einreichen von Schutzschriften auf elektronischem Weg am 1.1.2018 zur Pflicht – z.B. per beA oder De-Mail.

Der elektronische Rechtsverkehr beschränkt sich nicht nur auf das besondere elektronische Anwaltspostfach (beA). Der Gesetzgeber hat vorgesehen, dass auch andere sichere Übermittlungswege genutzt werden können.

Ein dem beA ähnliches elektronisches Postfach gibt es übrigens auch für Notare. Doch für das Notariat fällt die Umstellung gering aus. Die entsprechenden Software-Lösungen XNotar und SigNotar sollten schon bekannt sein.

Nicht zuletzt werden auch die Behörden ab dem 1. Januar 2018 verpflichtet sein, den ERV zu nutzen. Schon jetzt nutzen einige Behörden das EGVP-System oder De-Mail.

Die Digitale Kanzlei

Die flächendeckende Einführung des elektronischen Rechtsverkehrs (ERV) in Form des besonderen Anwaltspostfachs (beA) führt zu Veränderungen in den Kanzleiabläufen. Diese Entwicklung ist aber nicht singulär zu betrachten, sondern ist Ausdruck einer umfassenden Umwälzung des anwaltlichen Arbeitsumfeldes. Die Digitalisierung von Alltag und Geschäftsleben geht mit Riesenschritten voran. Anwaltschaft und Justiz sind bislang eher als Bewahrer des Althergebrachten denn als Motoren des Fortschritts aufgefallen.

Spätestens jetzt aber stehen wir Anwältinnen und Anwälte vor der Herausforderung, unsere Kanzleien und unsere Arbeit digitalisieren zu müssen. Nicht nur Gerichte, sondern auch Mandanten erwarten von ihrer Anwältin oder ihrem Anwalt, elektronisch kommunizieren zu können. So wie sie das von vielen anderen Kommunikationspartnern gewohnt sind. Es drängt sich deshalb auf, anlässlich der Eröffnung des beAs den Bau der Digitalen Kanzlei in Angriff zu nehmen.

Die neue Website digitale-anwaltschaft.de beantwortet die wichtigsten Fragen in aller Kürze und weist den Weg zu weiterführenden Informationen. Sie finden praktische relevante Informationen zu den Themen Workflow, elektronische Signatur, Rechtsgrundlagen, Online-Präsentation und sichere Kommunikation.

Digitale Anwaltschaft – Ein Service des DAV

Das Informationsangebot unter digitale-anwaltschaft.de wird kontinuierlich ausgebaut. Was sich aber nicht ändern wird: Hier werden die wichtigsten Informationen sehr knapp dargestellt. Vertiefende Informationen erhalten Sie an anderer Stelle. Aber dort leiten wir Sie gerne hin. Wir wollen der Wegweiser für Sie sein.

Schauen Sie öfters mal vorbei!