Die Neue Friedrichstraße zwischen Alexanderplatz und Jannowitzbrücke trägt seit 1951 den Namen „Littenstraße“. Die Vereinnahmung Littens durch die DDR als Kommunisten wird dem Wirken Littens nicht gerecht. Daher war schnell klar, dass es einer erneuten Umbenennung der Littenstraße nach der Wende nicht bedurfte. Heute erinnern dort die Hausanschriften des Amtsgerichts Mitte, des Landgerichts Berlin, der Bundesrechtsanwaltskammer und natürlich des Deutschen Anwaltsvereins (DAV) an den juristischen Widerstandskämpfer. Am Gerichtsgebäude ist auch eine Gedenktafel installiert. Im Rahmen der Grundsteinlegung für das DAV-Haus haben wir Hans Litten durch eine Kranzniederlegung gedacht.
Der DAV-Schülerwettbewerb 2012/2013 widmete sich dem Leben und Wirken von Hans Litten. Das Projekt der Gewinnerin Leonie Schottler, eine Bild-Collage, ist im Anwaltsblatt abgedruckt.
Im Februar 2015 wurde das Oberstufenzentrum für Recht und Wirtschaft in Berlin-Charlottenburg, das auch Rechtsanwalts- bzw. Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte ausbildet, in „Hans-Litten-Schule“ umbenannt.
Hans Litten wurde auf dem Friedhof Pankow III beerdigt. Auf Initiative des DAV wird sein Grab in Absprache mit seiner Nichte Patricia Litten im Sommer 2023 an einen zentralen Ort des Friedhofs verlegt und als Ort des Gedenkens neu arrangiert. Auf Kosten des DAV wird eine Stele errichtet und der Gedenkort gärtnerisch gestaltet. Auch in der Folge wird sich der DAV um die Pflege kümmern. Überdies soll ein Antrag auf Anerkennung als Ehrengrab gestellt werden.
Sonstige Quellen
https://www.anwaltsblatt-datenbank.de/bsab/document/jzs-AnwBl2013050034-000_355
https://www.hans-litten-schule.de/ueber-uns/hans-litten
https://www.sueddeutsche.de/politik/prantls-blick-hitler-hans-litten-1.5289321
http://www.judentum.net/geschichte/litten.htm
https://www.brak.de/die-brak/kontakt/buero-berlin/kontaktformular/hans-litten/
https://www.anwaltsgeschichte.de/persoenlichkeiten/gerichtsfotografie/hans-litten/