Berlin (DAV). Der Deutsche Anwaltstag 2021 unter dem Motto „Die Anwaltschaft in besonderer Verantwortung – 150 Jahre Deutscher Anwaltverein“ ist zu Ende. Fast 2.000 Personen haben eine Woche lang an den rund 80 Online-Veranstaltungen teilgenommen. Die zweite virtuelle Ausgabe des Anwaltstags im Jubiläumsjahr war damit erneut ein Erfolg.
Es war eine gelungene zweite virtuelle Ausgabe des Deutschen Anwaltstags. „Die Teilnahme von fast 2.000 Personen beweist abermals, dass Fortbildung und rechtspolitischer Austausch auch in einem virtuellen Format angenommen werden und funktionieren“, so DAV-Hauptgeschäftsführerin Dr. Sylvia Ruge. „Aber wir haben auch vernommen – und selbst gemerkt – dass das Bedürfnis nach physischem Austausch immer stärker wird. Insofern freuen wir uns umso mehr aufs nächste Jahr und drücken ganz fest die Daumen für viele echte Momente und Begegnungen in Hamburg!“
Das virtuelle Grußwort von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zum 150. Jubiläum des DAV war eine große Ehre: „Die Anwaltschaft ist das Rückgrat des Rechtsstaats“, so Steinmeier in seiner Videobotschaft. Der Rechtsstaat sei nicht nur der Rechtsschutz durch Gerichte, der Anspruch auf rechtliches Gehör oder der Instanzenzug: „Ohne eine fachkundige Rechtsanwaltschaft bliebe der Rechtsstaat für viele Bürger unerreichbar“. Er greift auch das gemeinsame Positionspapier von DAV und Richterbund auf und stimmt zu: Zugang zum Recht ist Teil der Daseinsvorsorge.
Der Anwaltstag zum 150-jährigen Bestehen des DAV schlug einen großen Bogen von der Vergangenheit in die Zukunft: Die beiden Jubiläumsveranstaltungen widmeten sich der NS-Zeit und ihrer Aufarbeitung sowie der Geschichte der Anwältinnen. Im großen rechtspolitischen „Kreuzverhör“ im Vorfeld der Bundestagswahl standen die gerade erreichten und die zeitnah notwendigen Reformen im Fokus. Und in Sachen Zukunft gab es etliche Veranstaltungen, die sich den unterschiedlichen Aspekten der Digitalisierung widmeten.
Der nächste Deutsche Anwaltstag findet vom 22. bis 24. Juni 2022 im CCH Congress Center Hamburg statt.
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