DAV-Depesche Nr. 11/26

Deutscher Anwaltstag 2026

Kostenlose Fortbildung für Ihre ReNos und ReFas

Am 11. und 12. Juni 2026 findet das Präsenz-Fachprogramm des Deutschen Anwaltstags in Freiburg statt. Zusätzlich wird es ein vorgelagertes Online-Programm ab dem 8. Juni 2026 geben. Auch ReNos und ReFas haben die Möglichkeit, am Fachprogramm teilzunehmen – und wenn Sie aus der Kanzlei eines Mitglieds eines örtlichen Vereins kommen, sogar kostenfrei! Hier finden Sie eine kleine Vorauswahl interessanter Themen für Ihre Kanzleimitarbeitenden. Das ganze Programm des Anwaltstages finden Sie auf www.anwaltstag.de.

Programm für junge Jurist:innen

Der Deutsche Anwaltstag bietet gerade für junge Jurist:innen und Studierende wertvolle Einblicke in die anwaltliche Praxis und vielfältige Vernetzungsmöglichkeiten. Ein besonderes Highlight ist der Young Lawyers Lunch am Donnerstag, 11. Juni: In entspannter Atmosphäre können Nachwuchsjurist:innen mit erfahrenen Anwältinnen und Anwälten ins Gespräch kommen, Karrierewege kennenlernen und Kontakte knüpfen – und mehr über die Arbeit des FORUM Junge Anwaltschaft sowie der Arbeitsgemeinschaft Anwältinnen im DAV erfahren. Am besten frühzeitig anmelden und dabei sein!

Information

Neuer Podcast: KI und Anwaltschaft 2026 – wo stehen wir?

Künstliche Intelligenz ist gekommen, um zu bleiben – auch im Rechtsmarkt. Doch wie stark prägen Anwendungen wie Large Language Models Anfang 2026 bereits den anwaltlichen Alltag? Nutzen viele Kanzleien KI intensiv oder bleibt es bei einzelnen Vorreitern? Und wie entwickeln sich Marktstrukturen und Regulierung? Über diese Fragen haben wir in einer neuen Folge des DAV-Podcasts „zuRechtgehört“ mit der Juristin, Theologin und KI-Expertin Nathalia Schomerus gesprochen.

Anwaltspraxis

In Deckung gehen: Vermeiden Sie Regressansprüche von Rechtsschutzversicherungen

Sind Anwält:innen Regressansprüchen ausgesetzt, wenn die Rechtsschutzversicherung hätte erkennen können, dass die geplanten Anträge aussichtslos sind, und trotzdem Deckungszusage erteilte? Diese spannende Frage klärt der BGH in seinem Urteil.

Anwaltsberuf

Das Wohnungseigentumsrecht und seine Haftungsquellen: Kostenverteilung

Abweichende Kostenverteilung unter Wohnungseigentümern führt häufig zu Streit. Wann solche Änderungen rechtmäßig sind und welche Risiken bei einer Anfechtung bestehen, klärt die neue Ausgabe der Haftpflichtfragen. Übrigens: Hier finden Sie alle Haftpflichtfragen im Überblick – zur Orientierung, bevor es teuer wird.

Information

Extremismus im Verein: Was die Vereinssatzung leisten kann

Wie schützt sich ein Verein, wenn seine Werte unter Druck geraten? Die aktuelle Rechtsprechung zeigt: Die Satzung wird zum entscheidenden Instrument. Wer sie klug gestaltet, kann extremistischen Einflüssen wirksam begegnen. Die wesentlichen satzungsrechtlichen Stellschrauben im Überblick.

Umfrage

Videoverhandlungen – Ihre Stimme zählt!

Unsere Umfrage beleuchtet, wie Videoverhandlungen tatsächlich funktionieren und wo Verbesserungsbedarf besteht. Je mehr Kolleginnen und Kollegen teilnehmen, desto stärker können wir gegenüber Politik und Justiz argumentieren. Nehmen Sie zahlreich teil (Dauer 5 bis 7 Minuten) und nehmen Sie Einfluss!

Information

Das zweite Staatsversagen: Cum-Ex-Ermittlungen im Schneckentempo

2019 blickte die Finanzwelt nervös zum Landgericht Bonn – heute herrscht in Londons Türmen der Investmentbanken wieder Ruhe. Wie konnte sich eine ganze Branche so schnell entspannen? Mögliche Antworten gibt Karin Matussek, Korrespondentin für Recht und Justiz bei Bloomberg News, im Gastkommentar.

Ihre Mitgliedschaft

Letzte Chance: Gewinnspiel im März – Sixt-Gutschein wartet!

Nur noch wenige Tage bis zum Ende unseres März-Gewinnspiels! Unser DAV-Kooperationspartner Sixt verlost einen 100 Euro Wertgutschein, den Sie flexibel für unterschiedliche Mobilitätsbedarfe einsetzen können. Beantworten Sie einfach bis zum 31. März die Quizfrage im internen Mitgliederbereich. Mit der richtigen Antwort sichern Sie sich die Chance auf den Gutschein. Nicht verpassen!

Presseschau

Der DAV in ausgewählten Medien

Vergangene Woche tauchte der DAV in insgesamt 334 Medienberichten auf – diesmal mit einem Fokus auf strafrechtlichen Themen.

„Werden selbstständig arbeitende Frauen schwanger, sind sie deutlich schlechter abgesichert als Angestellte“, so zitiert Stern.de (via AFP) Hauptgeschäftsführerin Dr. Sylvia Ruge aus dem aktuellen DAV-Statement für die Einführung eines Mutterschutzes für Selbstständige. „Egal ob Handwerksmeisterin, Künstlerin, Gründerin oder Anwältin mit eigener Kanzlei: Selbstständig tätige Frauen sollten sich nicht zwischen Familiengründung und ihrer unternehmerischen Tätigkeit entscheiden müssen.“ Der DAV verweist auf die eigene Branche, wo Selbstständigkeit weit verbreitet sei: „Hier muss etwas passieren, wenn wir junge Juristinnen für den Beruf – auch in selbstständiger Arbeitsweise – begeistern und gewinnen wollen.“

In ihrem Eröffnungsvortrag beim Strafverteidigertag betonte Dr. Jenny Lederer, Mitglied des Ausschusses Strafrecht, laut LTO: „Die dringend erforderliche Entkriminalisierung von Straftatbeständen, die nicht praxistauglich sind, die teilweise die Justiz in all ihren Facetten, spätestens im Vollzug von Ersatzfreiheitsstrafen, lähmen, muss weiter unsere Parole sein.“ Sie kritisierte auch die geplante StPO-Reform, die im Wesentlichen auf Kosten der Rechtsstellung von Beschuldigten und ihren Anwält:innen gehe, und forderte die Kollegenschaft zum Widerstand auf.

LTO berichtet auch über das geplante Reformpaket zu digitalen Ermittlungsmethoden: Die Maßnahmen verschieben „das Machtgefälle zwischen Bürger und Staat deutlich zugunsten der Strafverfolgungsbehörden“, so die stellvertretende Vorsitzende des Strafrechtsausschusses, Gül Pinar. Der biometrische Abgleich mit Social-Media-Fotos schaffe einen flächendeckenden Zugriff der Strafverfolger auf das digitale Leben der Bevölkerung. Mit Blick auf die ebenfalls geplante automatisierte Datenanalyse entstünden erhebliche Probleme für Transparenz, Waffengleichheit und effektiven Rechtsschutz.

Jes Meyer-Lohkamp, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Strafrecht, erläutert in einem Gastbeitrag bei Beck-aktuell, inwieweit das Etikett „Konfliktverteidigung“ nicht immer etwas mit Verteidiger-Persönlichkeiten zu tun hat, sondern in der hierarchischen Struktur des Strafverfahrens verwurzelt ist.

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