DAV-Depesche Nr. 12/20

Kollegialer Erfahrungsaustausch

DAV eröffnet digitales Corona-Forum

Der DAV will den Austausch zwischen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten in dieser Krisensituation fördern. Zu diesem Zweck haben wir kurzfristig ein digitales Austauschforum eingerichtet: https://corona.anwaltverein.de. Die Registrierung ist schnell und unkompliziert möglich. Es werden lediglich die E-Mail-Adresse, ein beliebig wählbarer Benutzername sowie ein Kennwort benötigt. Anschließend können Sie im Forum eigene Fragen einstellen, die Fragen von Kolleginnen und Kollegen beantworten oder einfach nur mitlesen. Auch ein Privatchat mit anderen Nutzern ist möglich. Das Forum richtet sich exklusiv an Anwältinnen und Anwälte. Die Registrierung und die Nutzung sind kostenfrei.

Information

FAQs des DAV – der DAV bündelt sein Know-how 

Wir alle lernen in der Corona-Krise, was geht, wenn nicht mehr viel geht. In den FAQs des DAV bündelt der DAV kontinuierlich Informationen, Tipps und Empfehlungen, damit Anwaltskanzleien durch die Krise kommen. Die FAQs des DAV sind seit Donnerstag überarbeitet worden, jetzt auch mit ersten Hinweisen zu finanziellen Hilfen für Kanzleien und ihrer Mitarbeiter – die FAQs sind mehr als eine Linkliste.

Interessenvertretung

Corona-Krise: DAV wirbt für Systemrelevanz der Anwaltschaft – Mandatsgeheimnis gilt auch in der Corona-Krise

Der Deutsche Anwaltverein hat sich mit Nachdruck bei der Bundesregierung und den Landesregierungen dafür eingesetzt, dass die Systemrelevanz der Anwaltschaft anerkannt wird – und Kanzleien finanzielle Unterstützung bekommen, wenn die Liquidität schwindet. Was der der DAV in den vergangen Tagen unternommen hat, lesen Sie im Anwaltsblatt.

Information

Gerade in der Krise: Zugang zur Anwaltschaft muss gewährleistet sein!

Der Rechtsstaat wird diese Krise überstehen, allerdings müssen wir auf ihn achten. Der Zugang zum Recht muss auch im Rahmen angeordneter Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen möglich sein. Der DAV hat die Landes- und Bundespolitik auf die zwingende Notwendigkeit einer Bereichsausnahme für die Anwaltschaft hingewiesen, nachzulesen in der Pressemitteilung 08/20 vom 21. März. In einer weiteren Pressemitteilung 09/20 vom 23. März zählt der DAV verschiedene Aspekte auf, die bei der Rechtssuche darüber hinaus von Bedeutung sind: So ist etwa auf Seiten der (potenziellen) Mandantschaft der Grundrechtsschutz zu beachten: Sucht jemand persönlich eine Anwältin oder einen Anwalt auf, dürfen Polizei und Ordnungsbehörden nicht nach dem Grund fragen.

Anwaltspraxis

Eine nützliche Vorschrift in Corona-Zeiten – Videokonferenztechnik in gerichtlichen Verfahren

Es gibt eine etwas versteckte Vorschrift in der Zivilprozessordnung, die in Corona-Zeiten sehr helfen kann: § 128a ZPO erlaubt die Verhandlung im Wege der Bild- und Tonübertragung. Sie ist auf Antrag und von Amts wegen möglich. Wenn Anwaltschaft und Justiz sich in Corona-Zeiten mit dieser Verfahrensweise ernsthaft vertraut machen, dann kann in Verfahren, die sich nach § 128a ZPO eignen, auch unter Einhaltung der Corona-Präventionsregeln eine Verhandlung durchgeführt werden und in der Sache ein Urteil ergehen. Weitere Verfahrenstipps in Corona-Zeiten von Prof. Dr. Dr. h.c. Hanns Prütting finden Sie auf Anwaltsblatt.de.

Anwaltsberuf

Corona-Krise: Leistungsstörungen in der Beraterpraxis

Die Corona-Krise fordert Anwältinnen und Anwälte jetzt auch in der Beraterpraxis: Höhere Gewalt, Unmöglichkeit oder Wegfall der Geschäftsgrundlage hat man zuletzt im Studium gehört. Das Anwaltsblatt bietet mit einem Repetitorium zum Recht der Leistungsstörung im BGB Orientierung.

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