DAV-Depesche Nr. 12/22

Anwaltsberuf

Anwaltsbefragung: Die beliebtesten Rechtsschutzversicherer

Erinnern Sie sich an die Umfrage im Dezember 2021 in der DAV-Depesche? Die Stiftung Warentest hatte gefragt, welcher Rechtsschutzversicherer beliebt ist. Jetzt liegen die ersten Ergebnisse vor: Welche Versicherer am meisten bei Anwältinnen und Anwälten punkten können und welche eher negativ bewertet wurden, verrät das Anwaltsblatt.

Information

Kostenfreie Online-Seminare für die Beratung von Geflüchteten aus der Ukraine

Aufgrund der aktuellen Geschehnisse engagieren sich auch viele Rechtsanwält:innen im Bereich der Flüchtlingshilfe. Dabei tauchen immer wieder Fragen zum Asyl- und Aufenthaltsrecht auf. Ohne Erfahrungen und Vorkenntnisse im Migrationsrecht ist es schwierig, Geflüchtete oder Ehrenamtliche bei Rechtsfragen zu unterstützen und zu beraten. Um das erforderliche Basiswissen zu vermitteln, bietet die DAA am 6. April 2022 ein Webinar zur Beratung von Geflüchteten aus der Ukraine an. Die Teilnahme ist für Mitglieder der örtlichen Anwaltvereine kostenfrei. Das Seminar vermittelt Grundlagen im Asyl- und Aufenthaltsrecht und hilft, die wichtigsten Fragen in diesem Bereich beantworten zu können. Im Vordergrund stehen Praxisnähe und die aktuellen Besonderheiten bei der Beratung von Schutzsuchenden aus der Ukraine.

Auch der Berliner Anwaltsverein bietet am 4. und 12. April 2022 zwei kostenfreie Workshops zur Rechtshilfe für geflüchtete Menschen aus der Ukraine. Interessierte Kolleg:innen können sich hier oder hier anmelden.

Information

Genderbericht 2022

Der Genderbericht des DAV führt in jedem Jahr den Frauen-Anteil in den Gremien, bei Veranstaltungen und unter den Mitgliedern des DAV auf. Im Jahr 2021/2022 überschritt der Frauenanteil in fast allen der abgefragten Bereiche die 30 %-Marke. Sein Ziel, die Gesetzgebungs- und geschäftsführenden Ausschüsse zu mindestens 36 % mit Frauen zu besetzen, konnte der DAV erneut übertreffen. Sehr erfreulich ist der Anteil weiblicher Vorsitzender der Gesetzgebungsausschüsse von 40,54 %. Bei allgemeinen Veranstaltungen des DAV und beim Deutschen Anwaltstag 2021 wurde eine Referentinnenquote von über 40 % erreicht. Einzig die Zahl der Referentinnen bei Veranstaltungen der Arbeitsgemeinschaften liegt noch unter 30 %.

Rechtspolitik

DAV-Stellungnahme 13/2022 zur Einführung virtueller Hauptversammlungen von Aktiengesellschaften

Aufgrund der Covid-19-Pandemie wurde im März 2020 die Möglichkeit zur Durchführung virtueller Hauptversammlungen zunächst temporär eingeführt. Nach den guten Erfahrungen mit der Übergangsregelung und angesichts der fortschreitenden Digitalisierung hat das Bundesjustizministerium nunmehr einen Referentenentwurf vorgelegt, welcher die Durchführung virtueller Hauptversammlungen dauerhaft ermöglichen soll. Der DAV begrüßt in seiner Stellungnahme 13/2022 durch den Ausschuss Handelsrecht das Gesetzgebungsvorhaben zur Einführung virtueller Hauptversammlungen von Aktiengesellschaften. Im Detail sieht der DAV noch an einigen Stellen Verbesserungsmöglichkeiten.

Information

Verstärkung nötig? Jetzt im Anwaltsblatt-Stellenmarkt inserieren!

Der Anwaltsblatt-Stellenmarkt bietet Stellenangebote für Anwältinnen und Anwälte, Referendariat und Praktikum in ganz Deutschland – auch mit Spezialsuche für Kanzleiverkäufe. Wer noch in der Mai-Ausgabe des Anwaltsblatts erscheinen will, schaltet bis Montag, den 4. April 2022, online oder per Mail an stellenmarkt@anwaltverein.de seine Anzeige. Bei Fragen wenden Sie sich an Lydia Zeßin-Jacobowitz.

Deutscher Anwaltstag

Virtuell und in Präsenz in Hamburg vom 20. bis 24. Juni 2022 – Veranstaltungshinweise

Montag, 20.06. von 09.00 – 10.30 Uhr

Elektronischer Rechtsverkehr im Jahr 2022:
beA, beBPo, beN und Co – Aktuelle Herausforderungen der Nutzungspflicht

Die Nutzungspflicht des beA ist nun Realität. Neben dem beA gibt es das beN für Notar:innen, das beBPo für Behörden, Bürger- und Organisationenpostfach (eBO) usw. Die Regelungen scheinen unübersichtlich, jedoch hat der Gesetzgeber mit dem ERV-AusbauG wichtige Vorschriften geändert. Diese Veranstaltung möchte auf die aktuellen Herausforderungen der Nutzungspflicht hinweisen und die Basics, aber auch aktuelle Probleme anhand neuester Rechtsprechung aufzeigen.

Montag, 20.06. von 11.00 – 12.30 Uhr

Aktuelle Entwicklungen im Datenschutzrecht –
TTDSG, Auskunftsansprüche und Schadensersatz

Die Vorträge erläutern zum einen die Entwicklung der datenschutzrechtlichen Regulierung beim Webtracking für das besonders bedeutsame Affiliate-Marketing unter Berücksichtigung des neuen TTDSG sowie die Gestaltungsmöglichkeiten für Einwilligungsprozesse. Zum anderen zeigen wir die Entwicklung in Rechtsprechung und bei den Datenschutzaufsichtsbehörden bei der Geltendmachung von Auskunfts- und Schadensersatzansprüchen im Zusammenhang mit Datenschutzverstößen, einschließlich Klagemöglichkeiten auf.

Alle Informationen zum Anwaltstag auf www.anwaltstag.de.

Presseschau

Der DAV in ausgewählten Medien

In der vergangenen Woche wurde der DAV in insgesamt 222 Pressemeldungen erwähnt – hier eine kleine Auswahl:

LTO greift die Vorabmeldung des DAV über den Start der Plattform „FORUM für Wirtschaftskanzleien“ auf: „Zum Selbstverständnis des DAV gehört, Interessenvertreter der gesamten Anwaltschaft zu sein.“ Der Adressatenkreis zeige sich bisher aufgeschlossen.

Der Spiegel (+) berichtet über die Kritik zahlreicher zivilgesellschaftlicher Akteure, darunter auch des DAV, am geplanten EU-Gesetz zur Überwachung von Chat- und Messenger-Diensten. Dr. David Albrecht aus dem Ausschuss Gefahrenabwehrrecht geht davon aus, dass das Gesetz vor dem EuGH landet. Doch auch im Falle einer Aufhebung sei der grundrechtliche Schaden bereits angerichtet, da bis dahin „flächendeckende Eingriffe in das Recht auf Vertraulichkeit der Kommunikation“ stattgefunden hätten.

Ingeborg Rakete-Dombek und Eva Becker aus dem Ausschuss Familienrecht erläutern in der FAZ (Print/Abo), wie sich Scheidungen finanziell auf die Beteiligten auswirken können.

Der Kölner Stadtanzeiger berichtet über eine Aktion des Kölner Anwaltvereins für Geflüchtete aus der Ukraine: Dienstags und donnerstags von 12 bis 14 Uhr bieten ukrainisch- und russischsprachige Kolleg:innen kostenlose Rechtsberatung im Kölner Amtsgericht an, insbesondere für asyl- und sozialrechtliche Fragen.

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