Deutscher Anwaltstag 2026
Fachlich austauschen und FAO-Stunden sammeln
Auf dem Deutschen Anwaltstag in Freiburg (10. bis 12. Juni 2026 mit vorgelagertem Online-Programm ab 8. Juni) steht nicht nur der berufliche Austausch auf der Agenda, es wird dieses Jahr in vielen Rechtsgebieten auch wieder die Möglichkeit geben, ordentlich FAO-Stunden zu sammeln, zum Beispiel im Familienrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht, IT-Recht, Strafrecht, Verwaltungsrecht und in zahlreichen anderen Rechtsgebieten. Schauen Sie einfach auf www.anwaltstag.de und filtern Sie nach dem Rechtsgebiet, das Sie interessiert.
Programm für junge Jurist:innen
Für junge Jurist:innen kann der Einstieg ins Strafrecht herausfordernd sein: Erwartungen, Unsicherheiten und steile Lernkurven gehören oft dazu. In der Veranstaltung „Anfänge im Strafrecht – Erfahrungen, Fehler und Fortschritt“, Donnerstag, 11. Juni, 11:00 Uhr bis 12:30 Uhr, berichten drei Strafverteidiger:innen offen über ihre Anfänge, typische Fehler, wichtige Aha-Momente und Wege zum fachlichen Wachstum. Im Fokus stehen außerdem Positionierung, Mandatsakquise, erste größere Verfahren und wirtschaftliche Fragen der Kanzleientwicklung – mit viel Raum für Fragen und Austausch.
Information
Anwaltschaft wächst – mehr Frauen, mehr Syndizi, weniger Einzelzulassungen
Laut aktueller BRAK-Statistik ist die Zahl der Kammermitglieder zum 1. Januar 2026 gestiegen; die Gesamtzahl der zugelassenen Rechtsanwält:innen nimmt weiterhin zu (+0,63 % auf 167.547). Die Einzelzulassungen gehen dagegen weiter leicht zurück, während die doppelt Zugelassenen (644 mehr als im Vorjahr) und vor allem die Syndikusrechtsanwält:innen (694 mehr als im Vorjahr) deutlich zulegen – mit einem weiterhin hohen Frauenanteil von 59,86 % bei den Syndizi. Der Frauenanteil in der Anwaltschaft steigt insgesamt und wächst auch im Bereich der Fachanwaltschaften: Die Zahl der Fachanwält:innen insgesamt erhöhte sich leicht, während die Gesamtzahl der vergebenen Fachanwaltstitel leicht rückläufig ist.
Anwaltsberuf
Likes, Loyalität und Leitungsebene – Angestellte Anwältinnen und Anwälte auf Social Media
Wie viel Eigenständigkeit ist für die Anwaltschaft in Bezug auf Social Media angemessen? Wer heute als angestellte Anwältin oder Anwalt sichtbar sein will, kommt an Social Media kaum vorbei, meint die Rechtsanwältin Seda Dinc-Öztürk.
Information
Kolumne: Bezeichnung für ein Jahr Schwarz-Rot
Passt die Bezeichnung GroKo noch zur Bundesregierung? Dr. Iris Sayram, rechtspolitische Korrespondentin im ARD-Hauptstadtstudio, schlägt in ihrer Kolumne für das Anwaltsblatt die Bezeichnung VerKo vor: Verunsicherungs-Koalition.
Information
Verwaltung zähmen leicht gemacht? Wie die geplante VwGO-Novelle exekutiven Ungehorsam bekämpfen möchte
Was, wenn Behörden sich weigern, auf die Entscheidungen der Gerichte zu hören? Dass das weder mit dem Prinzip der Gewaltenteilung noch mit der Garantie effektiven Rechtsschutzes vereinbar ist, liege auf der Hand, ist sich Rechtsanwalt Dr. Philipp Koepsell gewiss.
Presseschau
Der DAV in ausgewählten Medien
Vergangene Woche wurde der DAV in insgesamt 641 Medienberichten erwähnt – hier eine kleine Auswahl:
Der Blitzer-Marathon in dieser Woche war vielfach Thema in den Medien – auch die Kritik des DAV an solchen Aktionen: „Wer am Straßenverkehr teilnimmt, sollte seine Geschwindigkeit jederzeit und nicht nur in zwei Wochen im Jahr an den Verkehr, die Umgebung und die Wetterlage anpassen“, so DAV-Hauptgeschäftsführerin Dr. Sylvia Ruge u. a. bei ZDFheute.de (via dpa). Auch die „üblichen Standorte der Blitzer“ kritisierte der DAV. Kontrolliert werde meistens dort, wo erhöhte Geschwindigkeit am einfachsten möglich sei, und nicht dort, wo sie besonders gefährlich sei (Yahoo.de via dpa).
Die WELT (Abo) berichtet über die gestiegene Zahl der Sexualstraftaten nach den Polizeistatistiken der Länder. Der DAV warnt vor schnellen Strafrechtsverschärfungen. „Wichtig ist und bleibt im sexualstrafrechtlichen Bereich der präventive Ansatz, frühzeitig und insofern insbesondere jungen Menschen deutlich zu machen, dass Grenzen zu respektieren sind und gute, gleichberechtigte Kommunikation miteinander entscheidend ist“, so Dr. Jenny Lederer, Mitglied des Ausschusses Strafrecht. „So könnten bestenfalls Straftaten in dem Bereich verhindert werden.“ Nicht angezeigt seien weitere Verschärfungen oder Kriminalisierungen bislang nicht strafbarer Verhaltensweisen. „Dass der 13. Abschnitt im Strafgesetzbuch, der die Sexualstraftaten regelt, durch die vielen Reformen immer unübersichtlicher geraten ist, lässt es sinnvoll erscheinen, einmal einen kritischen Gesamtblick hierauf zu werfen und nicht – wie zuletzt oft der Fall – kleinteilige Änderungen vorzunehmen.“
Ob Grillen, unbekleidetes Sonnenbad oder Klettern auf Bäume: Henning J. Bahr, Vorsitzender der AG Verwaltungsrecht Niedersachsen/Bremen, erläutert für die dpa (hier Rheinische Post), was im Sommer rechtlich geht und was nicht.
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