DAV-Depesche Nr. 17/26

Deutscher Anwaltstag 2026

Tauchen Sie 2 Tage ein in die abwechslungsreichte Kanzleimesse des Jahres

Die AdvoTec ist die große Fachmesse rund um die Anwaltschaft und mit mehr als 50 Ausstellern beim Deutschen Anwaltstag 2026 wieder zentraler Bestandteil der Veranstaltung. Ab sofort können Sie hier alle Aussteller dieses Jahres nach Kategorien sortiert sehen. Schauen Sie am 11. und 12. Juni 2026 in der Messe Freiburg vorbei und informieren sich aus erster Hand über neue Produkte und Dienstleistungen von Banken, Beratungsunternehmen, Bildungsanbietern, Fachverlagen, Legal Tech Unternehmen, Softwareanbietern, Start-Ups, Verbänden und Versicherungen. Auf den Eventflächen gibt es dazu spannende Netzwerk- und Info-Talks. Der Besuch der AdvoTec ist kostenlos. Alle Infos rund um den Anwaltstag: www.anwaltstag.de

Programm für junge Jurist:innen

Unsere Gesellschaft altert rasant. Aus diesem Umstand ergeben sich Herausforderungen – und Chancen. So wächst der Bedarf an Berufsbetreuer:innen und Vorsorgebevollmächtigten kontinuierlich. Wer als junge:r Jurist:in oder Studierende:r nach einem zukunftssicheren Tätigkeitsfeld sucht, sollte die Veranstaltung „Die Zukunft als Berufsanfänger im Betreuungs- und Vorsorgerecht“ beim Deutschen Anwaltstag daher nicht verpassen. Praktiker:innen geben Einblicke in die vielfältigen Einsatzfelder, berichten aus ihrem Berufsalltag und beantworten Fragen. Termin: Freitag,12. Juni, 11:00 Uhr bis 12:30 Uhr.

Information

BGH: Wiedereinsetzung ist kein Allheilmittel

Was passiert, wenn eine versäumte Prozesshandlung nicht nachgeholt wird, das Gericht einen Wiedereinsetzungsantrag jedoch fälschlicherweise gewährt? Der BGH erinnert in seiner Leitsatzentscheidung daran, worauf sich die Fiktion bei einer Wiedereinsetzung bezieht.

Information

Zwischen rechtlicher Prüfung und automatisiertem Inkasso unterscheiden

Der Rechtsausschuss hörte Sachverständige zur geplanten Modernisierung des Berufsrechts der rechtsberatenden Berufe an. Großkritik gab es nur beim Inkasso. Dr. Christian Rath, rechts­po­li­tischer Korrespondent u. a. der taz und des Kölner Stadtan­zeigers, berichtet über die Anhörung.

Anwaltsberuf

Plädoyer für eine berufsrechtliche Entschlackung bei Unternehmensmandaten

Sollte das Berufsrecht zwischen Verbrauchermandaten und Unternehmensmandaten unterscheiden? Prof. Dr. Diller befürwortet die Unterscheidung. Denn werden Verbraucherschutzregeln auf Unternehmensmandate angewandt, fehle es an der Rechtfertigung für die Allgemeinwohl-Interessen.

Anwaltspraxis

Der Vergleich – meist erfreulich, manchmal pflichtwidrig, und auch ein ethisches Problem?

Es gibt keine pauschale Antwort auf die Frage, ob man sich vergleichen soll, selbst wenn man die eigene Position für begründet hält. Dies meint Dr. Joachim Freiherr von Falkenhausen, Mitglied des Berufsrechtsausschusses und des Ethikausschusses des DAV.

Ihre Mitgliedschaft

Letzte Chance: DAV-Gewinnspiel des Monats April – Halbjahreszugang zu DAV PREMIUM sichern!

Der Countdown läuft: Noch bis einschl. 4. Mai können Sie am DAV-Gewinnspiel des Monats April teilnehmen und einen 6‑Monats-Zugang zum Modul „DAV PREMIUM“ unseres Kooperationspartners beck-online gewinnen, inklusive zwei frei wählbarer Ergänzungsmodule!

So geht’s: Beantworten Sie einfach die Quizfrage im internen Mitgliederbereich.

Mit der richtigen Antwort landen Sie direkt im Lostopf!

DAV PREMIUM bietet Ihnen umfassende Fachinformationen, Kommentare, Fachbücher, Formulare und Zeitschriften – plus zwei frei wählbare Ergänzungsmodule. Exklusiv für DAV-Mitglieder entwickelt, ist das Modul perfekt für kleine Kanzleien und den schnellen Zugriff auf aktuelles Rechtwissen.

Information

Mehr Ausbildungsverträge: Freie Berufe bleiben starke Säule

Gegen den Trend: 2025 sank die Zahl neuer Ausbildungsverträge laut Statistischem Bundesamt gesamtwirtschaftlich um 2,8 Prozent auf rund 461.800. Umso wichtiger ist der Beitrag der Freien Berufe – und damit auch der Anwaltschaft – als verlässliche Ausbilder. Mit rund 113.100 Auszubildenden zählen sie weiterhin zu den stabilsten Ausbildungsbereichen. Besonders bemerkenswert: Der Frauenanteil bei neuen Ausbildungsverträgen liegt hier bei rund 89 Prozent. Und: Bei den Freien Berufen geht die Kurve nach oben: Das Bundesinstitut für Berufsbildung attestierte ein Wachstum von 4,6 Prozent bei neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen zum 30. September 2025.

Presseschau

Der DAV in ausgewählten Medien

Vergangene Woche tauchte der DAV in 757 Medienberichten auf – hier eine kleine Auswahl:

„Wir befürchten einen Quantensprung bei dem, was an Überwachungsmaßnahmen zulässig ist.“ So warnt Lea Voigt, Vorsitzende des Ausschusses Recht der Inneren Sicherheit, im Deutschlandfunk vor den Plänen für weitreichende digitale Ermittlungsmethoden. Über AFP greifen auch andere Medien, etwa die Stuttgarter Nachrichten, die Kritik auf: Der DAV warnt vor einer „Überwachungsdystopie“. So könne die biometrische Rasterfahndung im Internet „zum Standardermittlungsinstrument“ werden. Polizeibehörden könnten Zugriff auf „eine KI-generierte ‚Gigadatenbank’ mit darin enthaltenen zum Teil höchstpersönlichen Daten“ erhalten. Auch Beck-aktuell berichtet.

T-Online.de greift die Kritik des Deutschen Anwaltvereins an der vom Kabinett beschlossenen IP-Adressspeicherung auf: „Auch eine abgespeckte Vorratsdatenspeicherung bleibt eine Vorratsdatenspeicherung.“ Aufgrund der fehlenden richterlichen Kontrolle und keiner Beschränkung auf eine Mindestschwere der aufzuklärenden Straftat sei die „Vereinbarkeit mit Verfassungs- und Europarecht fraglich“. Auch Netzpolitik.org zitiert den DAV.

Eine LinkedIn-Vernetzung reicht nicht aus: Beim Versand werblicher E-Mails braucht es eine ausdrückliche Einwilligung des Empfängers, erläutert das Rechtsportal anwaltauskunft.de mit Blick auf ein Urteil des Amtsgerichts Düsseldorf für die dpa (hier Saarbrücker Zeitung).

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