DAV-Depesche Nr. 18/21

Information

AGH Hamm: Keine Zulassung für einen Leihanwalt

Der AGH Hamm hat einem Volljuristen die Anwaltszulassung versagt, weil er als Leihanwalt für eine Anwaltskanzlei arbeiten wollte. Der Anwaltsaspirant war bei einer Leihagentur angestellt und an eine Kanzlei ausgeliehen worden. Warum es überhaupt Leihanwälte gibt, wo der Unterschied zum angestellten Anwalt liegt und welche verfassungsrechtlichen Fragen die Entscheidung aufwirft, erläutert das Anwaltsblatt.

Deutscher Anwaltstag 2021

Programm virtueller Anwaltstag 2021

Der diesjährige Deutsche Anwaltstag findet vom 7. bis 11. Juni 2021 virtuell unter dem Motto "Die Anwaltschaft in besonderer Verantwortung – 150 Jahre Deutscher Anwaltverein" statt. Das Programm ist jetzt online!

Sie können aus 80 Online-Fachveranstaltungen mit insgesamt 50 FAO-Stunden aus den verschiedensten Rechtsgebieten auswählen. Daneben bietet Ihnen der virtuelle Anwaltstag auch Kanzleimanagement- und Einsteiger-Seminare, rechtspolitische Diskussionen, eine virtuelle Fachausstellung sowie anlässlich des 150-jährigen Bestehens zwei Jubiläumsveranstaltungen.

Werfen Sie einen Blick in das ausführliche Fachprogramm des Virtuellen Deutschen Anwaltstages 2021.Hier geht es zumOnline-Anmeldeformular.

Information

Asylberatung in Griechenland: ELiL hilft Menschen im Ausnahmezustand

European Lawyers in Lesvos (ELiL) blickt auf gut fünf Jahre zurück: Seit 2016 werden Asylsuchende auf Lesvos, inzwischen auch auf Samos und von Athen aus beraten. In der Coronapandemie bleibt immer häufiger nur der virtuelle Rat. Wo das mehrfach mit Preisen ausgezeichnete Projekt jetzt steht? Dr. Annette Mutschler-Siebert, für den DAV im Aufsichtsrat der gemeinnützigen GmbH, berichtet im Anwaltsblatt.

Interessenvertretung

Gesetz zum Legal Tech-Inkasso: Anhörung wird Schauplatz für Glaubenskrieg der Anwaltschaft

Der Gesetzentwurf zum Legal Tech-Inkasso wurde gestern im Bundestag von acht Sachverständigen diskutiert. Edith Kindermann sprach im Bundestag für den DAV. Sie begrüßte den Entwurf zwar grundsätzlich, sah bei der Umsetzung jedoch noch einige offene Fragen. Das Gesetz soll auch das Erfolgshonorar und die Prozessfinanzierung für Anwälte neu regeln. Neben heftiger Kritik am Entwurf wurden auch Grundsatzfragen des anwaltlichen Berufsbilds debattiert. Das Schicksal des Gesetzes ist ungewiss. Wie hoch die Wogen im Bundestag geschlagen sind, lesen Sie im Anwaltsblatt.

Und: Die große BRAO-Reform wird in dieser Woche noch nicht im Bundestag beschlossen. Was bei Interessenkollision, interprofessioneller Zusammenarbeit und sonst noch diskutiert wird, finden Sie im Fachaufsatz von Prof. Dr. Martin Henssler im Anwaltsblatt.

Rechtspolitik

DAV fordert Modernisierung des Personengesellschaftsrechts mit Gesellschaftsregister

Der DAV hat die Modernisierung des Personengesellschaftsrechts bereits mit seinen Stellungnahmen 49/20 und 94/20 insgesamt begrüßt und sich für eine zeitnahe Umsetzung der geplanten Regelungen ausgesprochen. Ein Kernelement der Gesetzesreform ist dabei die Einführung eines Gesellschaftsregisters. Kein Verständnis hat der DAV für die zuletzt aufgekommenen Überlegungen, die Einführung des Gesellschaftsregisters aufzuschieben oder gar aufzuheben. Das Register ist von entscheidendem Vorteil für die Rechtspraxis und darüber hinaus regelungstechnisch kaum von dem Entwurf zu trennen. Dies hat der DAV nun auch noch einmal gegenüber den Mitgliedern des Rechtsausschusses bekräftigt.

Presseschau

Der DAV in ausgewählten Medien

LTO hat dem kommenden Anwaltstag einen ausführlichen Vorabbeitrag gewidmet. Zur Jubiläumsveranstaltung über die Rolle des DAV in der NS-Zeit merkt DAV-Hauptgeschäftsführerin Dr. Sylvia Ruge an: „Im Jubiläumsjahr wird es nicht nur um die zahlreichen Erfolge des DAV im Kampf für die Freiheit und Unabhängigkeit der Anwaltschaft gehen. Auch die Tiefpunkte in der DAV-Geschichte, etwa 1933 oder die schleppende Aufarbeitung in der Nachkriegszeit, werden sichtbar.“

Jörn Weitzmann, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Insolvenzrecht und Sanierung, erläutert im Handelsblatt (Abo), dass es wichtig und richtig ist, die Insolvenzantragspflicht nicht weiter auszusetzen: „Ein funktionierendes Insolvenzrecht gewährleistet, dass zahlungsunfähige und überschuldete Unternehmen rechtzeitig aus dem Markt genommen werden, bevor sie andere anstecken.“ Die Wirtschaft brauche einen verlässlichen Ordnungsrahmen.

Anlässlich der Scheidung von Bill und Melinda Gates erklärt Eva Becker, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Familienrecht, im Interview mit der FAZ (Print/Abo), wie Scheidungen mit großen Vermögen ablaufen: „Wenn Sie riesige Vermögen teilen, marschieren Sie nicht vor ein triviales Amtsgericht. Die Entscheidung, wer welche Milliarden bekommt, werden Sie ganz bestimmt keinem Amtsrichter überlassen. Auch nicht in Amerika.“ In aller Regel werde dies vielmehr mithilfe von Großkanzleien und großen anwaltlichen Teams gelöst.

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