1. Eröffnungsveranstaltung des 66. Deutschen Anwaltstages
Am Donnerstag, dem 11. Juni 2015, haben Sie ab 9:30 Uhr die Möglichkeit, Rechtspolitik live zu erleben: Auf der Eröffnungsveranstaltung des Deutschen Anwaltstages wird sich Frau Dr. h.c. Renate Jaeger, Schlichterin der Schlichtungsstelle der Rechtsanwaltschaft und zuvor u. a. Richterin am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, in ihrer Festrede mit dem Motto des 66. Deutschen Anwaltstages „Streitkultur im Wandel – weniger Recht?“ auseinandersetzen. Des Weiteren werden neben dem DAV-Präsidenten Prof. Dr. Wolfgang Ewer auch Bundesjustizminister Heiko Maas und Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz zu Wort kommen.
2. DAV Niederlande ist neues Mitglied im DAV
Vor einigen Tagen ist der neu gegründete DAV Niederlande aufgenommen worden. Damit versammeln sich jetzt unter dem Dach des DAV 258 örtliche Anwaltvereine, darunter 12 Auslandsvereine. Der Verein hat es sich u. a. zum Ziel gesetzt, den Austausch zwischen deutschen und niederländischen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten durch Fortbildung und andere Aktivitäten zu fördern. Die ersten Veranstaltungen werden noch in diesem Jahr stattfinden. Den Vorsitz des Vereins hat Rechtsanwältin Esther Tromp (Venlo) übernommen, dem Vorstand gehören außerdem die Rechtsanwälte Hans Hans Mathijsen (Amsterdam) und Till Kressin (Arnheim) an.
3. Strategie für den Digitalen Binnenmarkt veröffentlicht
Die EU-Kommission hat am 6. Mai 2015 ihre Mitteilung „Strategie für einen digitalen Binnenmarkt für Europa“ veröffentlicht, welche durch ein ausführliches Arbeitsdokument begleitet wird (s. auch EiÜ 15/15). Die Strategie umfasst 16 Maßnahmen in Bereichen wie dem Verbraucherschutz, dem Vertrags-, Urheber- und dem Mehrwertsteuerrecht, die bis Ende 2016 umgesetzt werden sollen. So sollen Entwürfe zur Unterbindung von ungerechtfertigtem Geoblocking vorgeschlagen und vor Ende 2015 ein Legislativvorschlag für ein modernes Urheberrecht vorgelegt werden. Zudem wird die Kommission „einen geänderten Rechtsetzungsvorschlag“ zum Europäischen Kaufrecht bezüglich des Online-Kaufs von Sachgütern und digitalen Inhalten vorlegen. Ergänzend soll die Verordnung über die Zusammenarbeit im Verbraucherschutz Nr. 2006/2004 überarbeitet werden. Auch die e‑Datenschutz-Richtlinie 95/46/EG wird möglicherweise überprüft, sobald die Datenschutz-Grundverordnung und -Richtlinie verabschiedet sind. Schließlich soll auch eine europäische Cloud-Initiative zur Zertifizierung und zum Wechsel von Cloud-Diensten vorgestellt werden.
4. Anwaltsblatt Karriere: Studierenden-Redaktion fragt nach der Anwaltszukunft
Theorie und Praxis – wie nah sind sich universitäre Lehre und anwaltliche Arbeitswelt? Das ist die Leitfrage der Sommersemester-Ausgabe von Anwaltsblatt Karriere, dem Magazin des DAV für Studierende und Referendare. Erstmals haben Studierende unter dem Motto „Für uns – von uns“ das Heft konzipiert. Leseproben unter www.anwaltsblatt-karriere.de. Das Heft kann bei der Anwaltsblatt-Redaktion (anwaltsblatt-karriere@anwaltverein.de) bestellt werden.
5. Der 66. Deutsche Anwaltstag 2015 vom 11. bis 13. Juni 2015 in Hamburg
Um Ihnen bei der Themenvielfalt einen besseren Überblick über das Veranstaltungsangebot zu verschaffen, stellen wir Ihnen an dieser Stelle regelmäßig einzelne Veranstaltungen in der DAV-Depesche vor. Die Beschreibungen aller in der Depesche vorgestellten Veranstaltungen in alphabetischer Reihenfolge finden Sie hier auch online, das komplette Programm und alle weiteren Informationen rund um den DAT unter www.anwaltstag.de. Tagesaktuelle Neuigkeiten und Informationen finden Sie bei Facebook.
25 Jahre Mediation in Deutschland – ein Beitrag für mehr Gerechtigkeit!?
Eine gemeinsame Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaften Mediation, Familienrecht und Sozialrecht befasst sich auf dem diesjährigen Deutschen Anwaltstag in Hamburg mit der Entwicklung der Mediation in Deutschland in den vergangenen 25 Jahren und blickt auf die zukünftige Rolle der Mediation in der Streitschlichtung. Die Mediation im Bereich der Familie und im Sozialrecht steht dabei besonders im Fokus und wird in drei Vorträgen mit anschließender Diskussion aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Die Veranstaltung findet statt am Freitag, dem 12. Juni 2015, von 11:00 bis 13:00 Uhr im CCH, Saal E (2. OG).
Einsatz digitaler Werkzeuge im Mandat
Im Rahmen der Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft IT-Recht werden die rechtlichen Möglichkeiten und Anforderungen einer modernen Kanzleiführung und Mandatsbearbeitung im digitalen Zeitalter dargestellt. In Vorträgen können sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über alle Formen digitalen Arbeitens in einer modernen Anwaltskanzlei informieren, von der gemeinsamen Arbeit an digitalen Dokumenten, der Kollaboration im Cloud-Umfeld, über Nutzung von IP-Telefonie, Digital Due Diligence und Data Warehouse bis zum Einsatz von Verschlüsselungsmaßnahmen. Dabei wird insbesondere die Neuregelung des § 2 Abs. 3 BORA erörtert. Die Veranstaltung findet statt am Donnerstag, dem 11. Juni 2015, von 13:30 bis 17:00 Uhr, im CCH, Saal F (2. OG).
Streitkultur im Wandel – nicht nur in Deutschland ein Thema
In einer Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft Internationaler Rechtsverkehr wird das Motto des DAT 2015 aus englischer und französischer Sicht beleuchtet. Ein Barrister aus London und ein Avocat aus Paris werden berichten, wie sich die Streitkultur in ihren Ländern ändert und wo sie Herausforderungen für die Anwaltschaft sehen. Die Veranstaltung – in englischer Sprache – findet statt am Freitag, dem 12. Juni 2015, von 13:30 bis 15:30 Uhr, im CCH, Saal B-2 (1. OG).
Whistleblower – zwischen den Fronten von Menschenrechten, Strafrecht und Arbeitsrecht
Whistleblower machen geheime Informationen öffentlich, die für die Allgemeinheit wichtig sind. Sie bringen Missstände ans Licht und decken Skandale auf. In einer Veranstaltung des DAV-Ausschusses Menschenrechte soll betrachtet werden, wie damit rechtlich und gesellschaftlich umgegangen wird. Rechtsanwalt Wolfgang Kaleck vertritt die Interessen von Edward Snowden in Deutschland. Daniel Domscheit-Berg hat bei Wikileaks mitgearbeitet. Beide werden von ihren Erfahrungen mit Whistleblowing und den Reaktionen darauf berichten. Rechtsanwalt Prof. Dr. Rainer Hamm wird beides strafrechtlich einordnen. Rechtsanwältin Jasmin Stahlbaum-Philp wird die arbeitsrechtlichen Konsequenzen erörtern, mit denen Whistleblower rechnen müssen. Die Veranstaltung findet statt am Freitag, dem 12. Juni 2015, von 13:30 bis 15:30 Uhr, im CCH, Saal B-1 (1. OG).
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