1. DAV-Auftakt 2016: DAV-Präsident wirbt für Besonnenheit in rechtspolitischer Diskussion
200 Gäste aus Politik, Bundesministerien, Verbänden, Justiz und Anwaltschaft kamen am Dienstag zum Neujahrsempfang in das DAV-Haus nach Berlin.
DAV-Präsident Ulrich Schellenberg rief zur Besonnenheit in der gegenwärtigen rechtspolitischen Diskussion auf: Niemand könne mehr vor terroristischen Anschlägen sicher sein. Notwendig sei ein wehrhafter Rechtsstaat, der sich durchsetze und auch verteidige. „Wir alle wissen, dass es eine absolute Sicherheit nicht gibt, aber dann sollten wir auch nicht versuchen, sie zu erreichen. Das Recht und mithin auch unsere Grund- und Freiheitsrechte müssen sich gerade dann bewähren, wenn der öffentliche und politische Druck schier übermächtig wird“, so Schellenberg. Dies gelte auch für den Umgang mit den Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht in Köln. Die rechtsstaatliche Aufarbeitung dieser Vorfälle sei schwierig und langatmig. Schellenberg mahnte die Regierungsparteien, nun nicht in einen Wettbewerb um die härtesten Gesetzesverschärfungen zu treten, sondern stattdessen für eine bessere Gesetzesumsetzung und -anwendung zu sorgen. Der Parlamentarische Staatssekretär Christian Lange, der den kurzfristig verhinderten Bundesjustizminister vertrat, unterstützte die Absage an einen „strafrechtlichen Überbietungswettbewerb der Politik“. Schutzlücken seien aber zu schließen, vor allem im Sexual- und im Korruptionsstrafrecht. Die vom DAV angestoßene Überarbeitung des Mordparagrafen werde demnächst in einen Gesetzentwurf münden. Die Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Recht und Verbraucherschutz Renate Künast gab einen Ausblick auf die Themen ihres Ausschusses für 2016. Allgemein müsse man bei den gegenwärtigen Diskussionen stärker fragen, wo es mehr Recht brauche oder wo vielmehr ein Vollzugsproblem aufzuheben sei. Kurz vor dem Auftakt informierte der DAV-Präsident die Pressevertreter. Auch zahlreiche Kamerateams waren vor Ort. Zur DAV-Pressemitteilung Nr. 1/16.
2. Kinopreview „Die dunkle Seite des Mondes“
Bereits am 7. Januar 2016 lud der DAV zur Kinopreview des Films „Die dunkle Seite des Mondes“ in die Berliner Kulturbrauerei ein. Die Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers des Schweizer Schriftstellers Martin Suter startet heute bundesweit in den Kinos. Das Buch galt bisher als unverfilmbar. Regisseur Stephan Rick ist es jedoch gelungen, die spannende und packende Geschichte über einen Staranwalt, gespielt von Moritz Bleibtreu, der nach einem Pilz-Trip die Kontrolle verliert, kongenial auf die Leinwand zu bringen. Die Preview besuchten rund 200 begeisterte Gäste.
Nach dem Film fand im Saal ein Filmgespräch mit Stephan Rick, dem Produzenten Jan Krüger und dem Kameramann Felix Cramer über die Entstehung des Films und die Filmarbeiten statt.
Im Anschluss lud die Deutsche Anwaltauskunft noch zu einem Empfang ein, bei dem sich die Zuschauer bei Getränken und Snacks über ihre Filmeindrücke austauschten.
Regisseur Stephan Rick im Interview: „Anwälte eignen sich im Film als Helden.“
Stephan Rick hat sich nicht zum ersten Mal mit Anwälten im Film auseinandergesetzt. Im Ortstermin der Deutschen Anwaltauskunft sprach Rick darüber, warum Anwältinnen und Anwälte häufig als Protagonisten im Film und Fernsehen gewählt werden: „Sie können Dinge verändern und Missstände aufdecken.“ Und sie würden sich als Helden ideal eignen. Inwiefern? Das komplette Interview finden Sie auf anwaltauskunft.de.
3. Seminarreihe „Einführung in das Asylverfahren“ großer Erfolg
Aus aktuellem Anlass hatte der Deutsche Anwaltverein kurzfristig eine Seminarreihe „Einführung in das Asylverfahren“ angeboten. Mit insgesamt fast 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sind inzwischen alle Veranstaltungen ausgebucht. Die Deutsche Anwaltakademie prüft, ob weitere Seminare angeboten werden sollen. Bei Interesse an weiteren einführenden Seminarveranstaltungen zum Asylverfahren melden Sie sich bitte bei der Akademie. Dort finden Sie auch Grundlagenveranstaltungen zum materiellen Ausländerrecht und die neuen Fachanwaltskurse Migrationsrecht.
4. Der DAV in den sozialen Medien
Um den Austausch mit Mitgliedern zu intensivieren, ist der DAV seit einiger Zeit auch in sozialen Netzwerken aktiv: Über facebook.de/deutscheranwaltverein und twitter.com/anwaltverein können alle Neuigkeiten aus dem Verband schnell und bequem bezogen werden. Zudem haben Interessierte hier die Möglichkeit, Inhalte zu kommentieren. In Kürze werden auf dem Facebook-Kanal des DAV auch wieder Freikarten für den diesjährigen Anwaltstag in Berlin verlost.
5. Alle Informationen auf einen Klick
Im Newsroom auf anwaltverein.de finden Sie ab sofort alle DAV-Nachrichten: Aktuelle Veranstaltungsfilme, viele O-Töne, Pressemitteilungen sowie alle Stellungnahmen. Die Inhalte können hier bequem auf einen Klick eingesehen werden. Ein Filter ermöglicht die gezielte Suche nach bestimmten Informationen.
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