Anwaltspraxis
Auf dem Weg zum Arbeitgebermarkt? Recruitment in der Corona-Pandemie
Wie verändert die Corona-Pandemie den Arbeitsmarkt für junge Juristinnen und Juristen? Besonders für kleine und mittelständische Kanzleien bieten sich jetzt Gelegenheiten zur Verstärkung. Warum zwar die Zahl der Bewerbungen steigt, nicht aber die Zahlen der Bewerberinnen und Bewerber, erfahren Sie im Anwaltsblatt.
Rechtspolitik
DAV zur Evaluation des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG)
Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat führt aktuell eine Evaluation des BDSG durch. Der DAV spricht sich in diesem Zusammenhang mit seiner Stellungnahme 03/2021 für eine unbedingte Verschlankung sowie nutzerfreundlichere Gestaltung aus. Es sollten nur Vorschriften verbleiben, die auch europarechtlich ausreichend sicher anwendbar sind. Die Bedeutung für die anwaltliche Beratungspraxis hält er für gering und betont das Ziel der DSGVO für einen europaweit einheitlichen Datenschutz, der nur in dringend erforderlichen Fällen vom nationalen Recht flankiert werden sollte.
Rechtspolitik
Eckpunktepapier des BMJV zum notariellen Nachlassverzeichnis
Der DAV hält die beabsichtigten Neuregelungen des Verzeichnisrechts für nicht zielführend. Die Pflicht des Notars zum Unterlassen jeder mit seinen Amtspflichten nicht zu vereinbarenden Tätigkeit sowie das Integritätsgebot für alle Amtshandlungen des Notars gelten unabhängig davon, ob der Notar das Nachlassverzeichnis als Tatsachenbeurkundung oder als Beurkundung über Willenserklärungen betreibt. Einer Neuregelung bedarf es daher aus Sicht des DAV an dieser Stelle nicht. Schon nach aktueller Rechtslage hat der Notar bei unzureichender Mitwirkung des Erben das Recht, den Beurkundungsauftrag abzulehnen. Der DAV fordert eine Regelung eines Belegvorlageanspruchs für pflichtteilsberechtigte Nichterben. Ein solcher dürfte aus Sicht des DAV eine Vielzahl der bestehenden Probleme bei der Auskunftserteilung und Erstellung eines (notariellen) Verzeichnisses lösen. Näheres entnehmen Sie bitte der Stellungnahme.
Information
Sozietäten als Mehrgenerationenhäuser: Wie miteinander umgehen?
Nirgendwo ist das kollegiale Miteinander so entscheidend für den Kanzleierfolg, wie in der Sozietät. Das stellt gerade alteingesessene Sozien vor Herausforderungen. Der Generationenkonflikt schlägt auch in den kleinsten organisatorischen Einheiten zu. Wie damit umgehen? In der Ethikfrage des Anwaltsblatts gibt ein Mitglied aus dem Ausschuss Anwaltsethik und Anwaltskultur Antworten.
Anwaltsberuf
Der Brexit-Deal und die Anwaltschaft: Was gilt jetzt?
Es ist Realität: Das Vereinigte Königreich hat die Europäische Union verlassen. Der Deal in letzter Sekunde hat auch Auswirkungen auf die Anwaltschaft. Doch das Abkommen ist unübersichtlich. Wie die Zukunft englischer Anwalts-LLPs in Deutschland aussehen wird, was britische Anwälte und Anwältinnen in Deutschland jetzt noch dürfen und was der Brexit-Deal für die große BRAO-Reform bedeutet, erläutert das Anwaltsblatt.
Information
Konjunkturumfrage des Bundesverbandes der Freien Berufe 2020
Die Geschäftslage bleibt bei den freien Berufen aufgrund der Corona-Krise weiterhin angespannt, wie aus der aktuellen BFB-Konjunkturumfrage Winter 2020 des Bundesverbandes der Freien Berufe (BFB) hervorgeht. Die vom Institut für Freie Berufe (IFB) in Nürnberg turnusgemäß durchgeführte Erhebung, die pandemiebedingt dieses Jahr einen Sonderteil zu den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie in den freien Berufen enthält, belegt demnach zwar ein insgesamt anhaltend belastetes Geschäftsklima für die rechts- und steuerberatenden Berufe, es lässt sich aber anhand der Vergleichswerte der Konjunkturumfrage aus dem Sommer kein eindeutiger Befund für das wirtschaftliche Ausmaß der Krise ableiten.
Presseschau
Der DAV in ausgewählten Medien
Tageschau.de berichtet über den Vorschlag der Großen Koalition zur Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz und die meist kritischen Reaktionen darauf: Prof. Dr. Thomas Mayen, Vorsitzender des Verfassungsrechtsausschusses, kritisiert etwa, dass die Formulierung zum Kindeswohl hinter den Vorgaben der UN-Kinderrechtskonvention zurückbleibe. LTO zitiert Mayen ferner mit der Sorge, dass auch der systematische Standort der Formulierung zu Unklarheiten führen werde.
Johannes Schipp, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht, erläutert gegenüber WELT Online die Optionen von Arbeitnehmenden bei Änderungskündigungen. Da das neue Jobangebot oft schlechtere Konditionen enthält, etwa beim Gehalt, sollten sich Betroffene Rechtsrat einholen und die verschiedenen Reaktionsmöglichkeiten prüfen lassen.
Die dpa (hier aufgegriffen von FOCUS Online) greift den Sinnspruch auf, dass beim Geld die Freundschaft aufhört, und widmet sich dem Thema Darlehen unter Freunden. Constantin von Piechowski, Mitglied im Geschäftsführenden Ausschuss der AG Allgemeinanwalt, erklärt, wie eine entsprechende vertragliche Regelung aussehen könnte.
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