Deutscher Anwaltstag 2026
- In Verantwortung für Recht und Rechtsstaat
Der diesjährige Anwaltstag stand unter dem Motto „Anwaltschaft im Aufbruch – Zukunft gestalten“. Die Eröffnungsveranstaltung zeigte das ganze Panorama der diesbezüglichen Themen. Der Festvortrag verdeutlichte, dass die anwaltliche Unabhängigkeit ohne digitale Souveränität gefährdet ist.
- Politik zu Gast beim Anwaltstag
Trotz namentlicher Abstimmungen im Bundestag und parallel abgehaltener Justizministerkonferenz begrüßte DAV-Präsident Stefan von Raumer auf dem Anwaltstag erneut Vertreter:innen der Rechtspolitik. Den Auftakt machten am Donnerstag die Vereinigung Liberaler Juristen und der RechtGrün e.V., ehe am Freitag die Empfänge der Bundestagsfraktionen von Linken, CDU/CSU und SPD folgten. Es sprachen u. a. der ehemalige Justizminister des Landes Rheinland-Pfalz Philipp Fernis sowie die rechtspolitischen Sprecher:innen der Bundestagsfraktionen und der Grünen im Landtag Baden-Württemberg. Politik im Austausch mit dem Berufsstand.
- Machtkonzentration im Digitalen: Die vierte Unabhängigkeit
Das Recht muss wieder zum Werkzeug der Demokratie werden, anstatt Schutzschild von Big Tech zu bleiben: Markus Beckedahls aufrüttelndes Plädoyer für die digitale Unabhängigkeit der Anwaltschaft können Sie im Anwaltsblatt nachlesen. Der Mitgründer der re:publica, netzpolitik.orgund Geschäftsführer des Zentrums für Digitalrechte und Demokratie hielt den Festvortrag auf der Eröffnungsveranstaltung des Deutschen Anwaltstags.
Anwaltsberuf
Fristen: Was nicht delegiert werden kann
Damit die Frist nicht zum Frust wird, zeigt das OLG Frankfurt a. M. in seinem neuen Beschluss, bis zu welchem Punkt Fristen delegiert werden können und wann eine eigene Prüfung von Anwält:innen Pflicht wird.
Rechtspolitik
Recht auf Reparatur: DAV im Bundestag
Auch während der DAT-Woche stoppten die Zahnräder der Rechtspolitik im Lande nicht: So lud der Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz im Bundestag zu einer Anhörung zur Förderung des Rechts auf Reparatur von Waren. Frühere Empfehlungen des DAV sind im neuesten Entwurf bereits umgesetzt – dennoch bleiben einige Kritikpunkte. Mehr dazu hier.
Rechtspolitik
Bericht von der JuMiKo
Parallel zum DAT tagte die Justizministerkonferenz. Neben rechtspolitischen Themen, wie Politikerbeleidigung und Sexualstrafrecht ging es auch um Themen für die Anwaltschaft: Juristenausbildung, Schutz der Anwaltschaft… Lesen Sie den Überblick von Dr. Christian Rath, rechtspolitischer Korrespondent u. a. der taz und des Kölner Stadtanzeigers.
Anwaltspraxis
Streitverkündung – wenn schon, dann richtig!
Bertin Chab, Allianz Versicherungs-AG, zeigt einzelne Zulässigkeitsfragen bei der Streitverkündung auf und weist auf Regressfallen im Zusammenhang mit den Kosten der Streitverkündung und der Nebenintervention hin.
Veranstaltung
KI-Plattform am 22. Juni ab 18 Uhr – „KI-Agenten – was geht in 2026?“
Praxisnah und anwenderbezogen – am kommenden Montag laden wir wieder ein zu einem Online-Austausch rund um das Thema KI. Es erwarten Sie Erfahrungsberichte von Kolleginnen und Kollegen sowie Ein- und Ausblicke aus Entwicklersicht. Schauen Sie rein und stellen Sie Ihre Fragen zum Thema – kostenfrei für alle Mitglieder! Das Programm finden Sie hier. Eine Anmeldung ist erforderlich.
Presseschau
Der DAV in ausgewählten Medien
Vergangene Woche tauchte der DAV in 270 Medienberichten auf – einen Schwerpunkt bildete natürlich die Berichterstattung über den Deutschen Anwaltstag:
Über den Anwaltstag als solchen berichten unter anderem der SWR und die Badische Zeitung (Abo). Beck-Aktuell berichtet über den KI-Schwerpunkt der Eröffnung, die notwendige RVG-Anpassung und die Umfrageergebnisse zu den Landesjustizhaushalten. LTO greift auch die Positionen des DAV zur Reform der juristischen Ausbildung, zur Resilienz der Landesverfassungsgerichte und zur Europarats-Konvention auf. Die FAZ (jeweils Abo/Premium) richtet in mehreren Beiträgen den Fokus auf KI: bei FAZ-Einspruch, in der Berichterstattung über die Eröffnung (hier) und im Kommentar. Auch die Preisverleihungen beim DAT waren Thema in der Presse: Die Süddeutsche Zeitung und LTO berichten über den Medienpreis, Beck-Aktuell über die verliehenen Ehrenzeichen.
LTO berichtet über den offenen Brief der G7-Anwaltschaften sowie das DAV-Statement dazu. „Der Brief unterstreicht die zentrale Bedeutung von Rechtsstaatlichkeit, unabhängiger Justiz und Anwaltschaft sowie verlässlichen rechtlichen Rahmenbedingungen für Demokratie, Freiheit, wirtschaftliche Stabilität und internationalen Wohlstand“, so DAV-Präsident Stefan von Raumer.
Die AZUR-Portraitreihe „Wer, wenn nicht wir?“ widmet sich in der aktuellen Ausgabe DAV-Präsident Stefan von Raumer.
Die Zahl der Syndikusrechtsanwält:innen steigt, wie das Handelsblatt (Print) berichtet. Max Gröning, zuständiger Geschäftsführer für die AG Syndikusanwälte, stellt das spannende Berufsbild vor.
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