Anwaltspraxis
Einigungsgebühr auch bei vorläufigem Vergleich
Familienrechtler:innen kennen diese Schwierigkeit: In Kindschaftssachen wird nach hartem Ringen eine vorübergehende Regelung gefunden und dann streitet man sich um die Einigungsgebühr. Jetzt hat der BGH aktuell entschieden, dass auch eine Zwischenvereinbarung im Umgangsverfahren eine Einigungsgebühr auslösen kann. Was das für die Anwaltspraxis bedeutet, lesen Sie im Anwaltsblatt des DAV.
Anwaltsberuf
Wertschätzung? Keine Zeit.
Lange Tage am Gericht, zähe Vertragsverhandlungen, anspruchsvolle Mandant:innen und zu wenig Zeit für zu viel Arbeit. Stress kann sich negativ auf das Arbeitsklima in der Kanzlei auswirken. Wie gelingt es Anwält:innen, ihre Mitarbeitenden trotz hoher Arbeitsbelastung wertzuschätzen und somit weiterhin die Arbeitsmotivation hoch zu halten? Mit dieser Frage hat sich das Podium, organisiert vom Ausschuss Anwaltsethik und Anwaltskultur zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft Kanzleimanagement, befasst. Zu welchem Ergebnis die Diskussion führte, lesen Sie im Anwaltsblatt.
Information
BFB-Konjunkturumfrage Sommer 2023 zeigt verschlechterte Lage für rechtsberatende Berufe – „Fachkräftemangel spitzt sich immer weiter zu.“
Die Konjunkturumfrage des Bundesverbandes der Freien Berufe (BFB) zeigt eine Verschlechterung der Geschäftslage für rechtsberatende Berufe im Jahr 2023. Insgesamt stuften 42,9 Prozent der befragten Freiberufler:innen ihre aktuelle Geschäftslage als gut ein, 39,3 Prozent als befriedigend und 17,8 Prozent als schlecht. Diese Werte stellen im Vergleich zum Vorjahr eine Verschlechterung dar. Da lagen die Werte bei 45,6 Prozent (gut), 41,8 Prozent (befriedigend) und 12,6 Prozent (schlecht). Infolgedessen hat sich die Stimmung im Vergleich zu den Werten des Sommers 2022 getrübt. Alle vier Gruppen bewerteten ihre aktuelle Lage schlechter als im Vorsommer. Hier zeigt sich aber ein differenziertes Bild: Die befragten technisch-naturwissenschaftlichen Freiberufler:innen sind etwas zurückhaltender in ihrer Beurteilung, gefolgt von den Berufsgruppen in den Bereichen Rechtsberatung, Steuerberatung, Wirtschaftsberatung, den freien Kulturberufen und den freien Heilberufen, die deutlich verhaltener auftreten. Mehr Infos finden Sie hier!
Presseschau
Der DAV in ausgewählten Medien
Vergangene Woche wurde der DAV in insgesamt 180 Pressemeldungen erwähnt – hier eine kleine Auswahl:
Dr. Peter Meyer aus dem Geschäftsführenden Ausschuss der Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht erläutert ausführlich für die dpa (hier übernommen von der Frankfurter Rundschau), inwieweit Beschäftigte zur Formulierung von dienstlichen E-Mails die Hilfe von ChatGPT & Co in Anspruch nehmen dürfen: Mit Zustimmung des Arbeitgebers sei grundsätzlich alles möglich. Arbeitnehmer:innen hätten allerdings auch die Pflicht zur höchstpersönlichen Leistungserbringung. „KI ist etwas anderes als eine Fräsmaschine oder das Korrekturprogramm. Das ist etwas, was die ganze Arbeit sozusagen übernimmt.“ Auch urheber- und datenschutzrechtliche Aspekte müsse man bei der Fütterung von KI-Programmen im Hinterkopf haben.
Im Zuge der weitgehenden Cannabis-Legalisierung berichtet Spiegel Online (Abo) über die Diskussion zur Anpassung der THC-Grenzwerte im Straßenverkehr. Andreas Krämer, Regionalbeauftragter der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht, befürwortet die 3,5-Nanogramm-Empfehlung einiger Experten: „Es ist nicht so, dass man die Straße damit den Kiffern überließe.“ Er fordert eine Gleichstellung mit Alkohol.
Wann in Wohnung, Haus und Garten Ruhe zu herrschen hat, erläutert Thomas Pliester aus dem Geschäftsführenden Ausschuss der ARGE Mietrecht und Immobilien gegenüber der dpa, u. a. übernommen von der Berliner Morgenpost. So dürfe an Sonn- und Feiertagen sowie werktags von 22 bis 6 Uhr weder gehämmert noch gemäht werden. Eine Mittagsruhe von 13 bis 15 Uhr, wie sie in vielen Hausordnungen enthalten ist, sei hingegen gesetzlich nicht vorgeschrieben.
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