DAV-Depesche Nr. 35/25

Anwaltsberuf

Traumgehälter für Junganwälte?

Schlagzeilen zu Spitzengehältern erwecken in der Bevölkerung, aber auch in Juristenkreisen den Eindruck, dass Junganwälte zu den absoluten Topverdienern auf dem Arbeitsmarkt gehören. Prof. Dr. Matthias Kilian zeigt im Anwaltsblatt auf, dass ein differenzierter Blick auf das Gehaltsgefüge unverzichtbar ist und die Kolportagen von Spitzengehältern das Gesamtbild stark verzerren.

Anwaltspraxis

Rote Karte für Verzögerungstaktik

Schnell noch einen Befangenheitsantrag gestellt, um Zeit zu schinden? Der BGH macht jetzt kurzen Prozess mit solchen taktischen Spielchen. Ein Rechtsanwalt aus Hamm musste schmerzlich lernen: Wer den Richter am Verhandlungsmorgen ablehnen will, sollte verdammt gute Gründe haben – sonst missglückt die Strategie gewaltig. Die Einzelheiten dazu lesen Sie hier.

Veranstaltung

4. Digital Justice Summit 2025: Jetzt anmelden!

Am 24. und 25. November 2025 findet der 4. Digital Justice Summit statt. Der DAV ist mit seiner Hauptgeschäftsführerin Dr. Sylvia Ruge im Beirat vertreten, der u. a. das Programm konzipiert. So wird für den DAV Frau Dr. Christiane Bierekoven, Vorstandsmitglied und Mitglied des Ausschusses Informationsrecht und Vorsitzende der AG davit, am 25. November beim Plenum „System unter Spannung – wie KI und Legal Tech Justiz neu herausfordern“ mitdiskutieren.

Auch in diesem Jahr erhalten Mitglieder der örtlichen Anwaltvereine 30 % Nachlass auf den Eintrittspreis! Die Tickets können hier erworben werden; dort finden Sie auch das vorläufige Programm.

Anwaltspraxis

Vorsicht Falle! Geänderte Gerichtszuständigkeiten für Auseinandersetzungen mit Mandanten

Von der Praxis kaum bemerkt, hat Nordrhein-Westfalen als erstes Bundesland zum 1. Juli 2025 für Streitigkeiten aus anwaltlicher Berufstätigkeit eine Konzentration aller Berufungen beim OLG Hamm eingeführt. Doch wann liegt eine „Streitigkeit aus anwaltlicher Berufstätigkeit“ vor und wie ist in Zweifelsfällen zu verfahren? Hierzu lesen Sie den Beitrag von Prof. Dr. Martin Diller und Laura Hehl im Anwaltsblatt.

Information

„Oh, Danny Boy, … ‘tis you must go and I must bide“? – EuRAG-Irrungen zu irischen Certificates

Einzelne Rechtsanwaltskammern verweigern seit einiger Zeit Bewerbern, die auf der Grundlage ihrer Anwaltszulassung in der Republik Irland nach §§ 2-4 EuRAG die Aufnahme in die örtlich zuständige Rechtsanwaltskammer als europäische Rechtsanwälte beantragen, die entsprechende Zulassungsentscheidung. Das begegnet durchgreifenden rechtlichen Bedenken, so Prof. Dr. Dirk Uwer in seinem Beitrag.

Ihre Mitgliedschaft

Monatliches Gewinnspiel für Mitglieder – neue Chance im September!

Auch in diesem Monat können Mitglieder der örtlichen Anwaltvereine exklusive Preise gewinnen – bereitgestellt von DAV-Kooperationspartnern. Das Legal-Tech-Unternehmen Justin Legal wirft diesmal eine 60-tägige Testphase ihres Mandatsannahme-Tools in den Lostopf. Die Teilnahme ist einfach: Im internen Mitgliederbereich bis zum 30. September eine Quizfrage beantworten und mit der richtigen Antwort sind Sie dabei! Als DAV-Kooperationspartner bietet Justin Legal unseren Mitgliedern zudem 15 % Rabatt auf ihre KI-gestützte Mandatsannahme und praktische Lead-Booster für die Kanzlei-Website.

Veranstaltung – Reminder

DSGVO und KI: Wie kann das funktionieren?

Der DAV lädt ein zu einem Fachforum in Präsenz am 9. September 2025 ab 18:00 Uhr und diskutiert mit hochkarätigen Fachleuten darüber, wie eine sinnvolle regulatorische Zusammenführung von DSGVO und AI Act gelingen kann. Sowohl die Wissenschaft als auch die Anwenderseite kommen an diesem Abend zu Wort. Sie sind herzlich eingeladen zu diesem Perspektivencheck! Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie hier.

Presseschau

Der DAV in ausgewählten Medien

Vergangene Woche wurde der DAV in insgesamt 209 Medienbeiträgen erwähnt – hier eine kleine Auswahl:

Zusammen mit ca. 60 anderen Organisationen forderte der DAV letzte Woche die Bundesregierung auf, die Aufnahmezusagen an Afghaninnen und Afghanen, die in Pakistan festsitzen, einzuhalten. Der Merkur und die Frankfurter Rundschau berichten über den ersten Transfer der Merz-Regierung.

Wieso auch Nachrichten in privaten Chats eine Kündigung rechtfertigen können, erklärt Peter Meyer aus dem Geschäftsführenden Ausschuss der AG Arbeitsrecht der dpa (hier in der Main-Spitze). Im behandelten Fall war ein Arbeitnehmer wegen seiner Mitgliedschaft in einer WhatsApp-Gruppe, in der menschenverachtende Nachrichten ausgetauscht wurden, gekündigt worden. „Die Menge der rassistischen und beleidigenden Nachrichten hat das Bundesarbeitsgericht so eingeschätzt, dass es keiner Abmahnung bedurfte“, so der Fachanwalt.

In Tübingen wurden mehrere Anträge gegen ein geplantes Streitgespräch von Oberbürgermeister Palmer mit AfD-Landeschef Frohnmaier eingereicht, wie unter anderem die Stuttgarter Nachrichten und die Stuttgarter Zeitung berichten. Tobias Schröter vom Deutschen Anwaltverein sieht in dem Gespräch keine Verletzung der politischen Neutralität des Oberbürgermeisters: „Solange Palmer Anfragen von anderen Parteien für ein Streitgespräch nicht ablehnt, ist das kein juristisches Problem.“

Mit der Stellungnahme 32/2025 hat der Deutsche Anwaltverein einen Überblick zum Einsatz von KI in der Anwaltschaft veröffentlicht. Haufe fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Stellungnahme zusammen.

Der rbb, die dpa (hier bei beck-aktuell) und der epd (hier in der MAZ) berichten über den Freikauf von Schwarzfahrern und gehen dabei auch auf die Forderung des DAV nach der Entkriminalisierung der Beförderungserschleichung ein. Ein entsprechender Gesetzentwurf der Ampelkoalition fiel der Diskontinuität zum Opfer.

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