Anwaltspraxis
Versand mit beA: Keine Zweifel an Identität bei gleichen Nachnamen
Weil in einer Kanzlei mehrere Anwältinnen und Anwälte mit dem gleichen Nachnamen tätig waren, zweifelte das VG Hamburg an der Identität zwischen Absender und Unterzeichner bei einem per beA versandten Schriftsatz. Das OVG Hamburg hat das – zum Glück – nicht mitgemacht. Warum verrät das Anwaltsblatt.
Anwaltspraxis
Sie geben den Ton an: Erwartungen der jungen Generation an ihre Kanzlei
Viele Kanzleien suchen händeringend Nachwuchs. Doch junge Anwältinnen und Anwälte lockt heute nicht mehr das Geld! Das Zauberwort heißt Flexibilität – warum Kanzleien ihre Strategien anpassen sollten, um junge Menschen für sich zu gewinnen, lesen Sie im Anwaltsblatt.
Anwaltsberuf
Berufsrechtskenntnisse bald Pflicht für Neulinge
Die große BRAO-Reform bringt eine neue Berufspflicht: Ab 1. August 2022 müssen frisch zugelassene Anwältinnen und Anwälte Kenntnisse im Berufsrecht nachweisen. Wer schon im Beruf ist, den verschont der Gesetzgeber. Eine alte Forderung des DAV ist Gesetz geworden. Was im neuen § 43f BRAO steht und warum die Pflicht auch pensionierte Richterinnen und Richter bei der Zulassung trifft, erläutert das Anwaltsblatt.
Information
Kippt die deutsche Vorratsdatenspeicherung?
Der EuGH verhandelte in dieser Woche zum deutschen Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung (C-793/19). Es geht um nicht weniger als die Frage, ob der EuGH bei dem Verbot der anlasslosen Speicherung bleibt, oder ob er dem Drängen der Mitgliedstaaten auf eine umfangreichere Speicherpflicht nachgibt. Die EU-Kommission sondiert derweil bereits legislative Optionen für eine Neuauflage zur 2014 gekippten EU-Richtlinie. Der DAV bleibt bei seiner klaren Position: die anlasslose Vorratsdatenspeicherung verstößt gegen die EU-Grundrechtecharta, eine Neuauflage ist daher inakzeptabel.
Information
Ehemaliger DAV-Präsident Dr. Michael Streck verstorben
Die Anwaltschaft verliert einen Kollegen, der sich während seines Berufslebens mit voller Überzeugung und Hingabe für die Belange der Anwaltschaft eingesetzt hat. Dr. Michael Streck war von 1998 bis 2003 Präsident des Deutschen Anwaltvereins und blieb ihm weiterhin in verschiedenen Funktionen verbunden. Zu seinen vielen Verdiensten zählt auch sein Engagement für die Stärkung der Anwältinnen in der Anwaltschaft und im DAV sowie die Gründung der Stiftung „Contra Rechtsextremismus: Eine Stiftung des Deutschen Anwaltvereins“. Dr. Streck ist am 7. September 2021 im Alter von 80 Jahren verstorben. Wir trauern um einen großen Anwalt und großartigen Menschen und sprechen seinen Angehörigen unser Mitgefühl aus. Weitere Informationen finden Sie hier und im Anwaltsblatt.
Information
DAV Jura-Slam 2022 – Als lokaler Vorentscheid mit dabei
In der kommenden Jura-Slam Saison – deren Vorbereitung bereits jetzt startet – wollen wir mit dem DAV Jura-Slam wieder in Präsenz begeistern. Wir planen bundesweit zahlreiche lokale Vorentscheide und hoffen dann erneut im November 2022 ein spektakuläres Finale in Berlin zu ermöglichen. Wenn Sie als Kanzleiteam einen dieser Vorentscheide organisieren möchten oder Referendare kennen, die sich das vorstellen können, dann freuen wir uns auf Ihre Ideen. Alles Weitere unter www.jura-slam.de.
Presseschau
Der DAV in ausgewählten Medien
Seit der Depesche in der vergangenen Woche wurden der DAV, die örtlichen Anwaltvereine, Arbeitsgemeinschaften und die Anwaltauskunft in insgesamt 214 Meldungen genannt. Spitzenreiter war das Thema Kinderkrankengeld mit der Expertise von Frau Dr. Oberthür, das in insgesamt mindestens 89 Meldungen aufgegriffen wurde.
Die Print-Ausgabe der F.A.Z. vom 11. September 2021 würdigte in einem Nachruf den in der vergangenen Woche verstorbenen ehemaligen DAV-Präsidenten Dr. Michael Streck und dessen Verdienste um die Anwaltschaft, s. dazu auch unseren Beitrag oben.
Stefan Conen, Mitglied des Ausschusses Strafrecht des DAV, erläutert im SWR1 Radioreport Recht (ab Minute 07:09) den rechtsstaatlichen Grundsatz „ne bis in idem“ und warum die mit dem Gesetz zur Änderung der Strafprozessordnung vorgesehene Erweiterung der Wiederaufnahmemöglichkeiten im Strafverfahren zuungunsten freigesprochener Personen nicht mit § 103 Abs. 3 des Grundgesetzes vereinbar ist. Am morgigen Freitag, 17. September 2021, wird im Plenum des Bundesrats über das Gesetz abgestimmt.
Welche Ansprüche haben berufstätige Eltern, wenn ihr Kind krank ist? Fragen rund um das Kinderkrankengeld beantwortet die Vorsitzende des Ausschusses Arbeitsrecht, Rechtsanwältin Dr. Nathalie Oberthür, unter anderem bei Zeit Online (via dpa).
Um den sensiblen Umgang mit Patientendaten geht es im Handelsblatt Inside Digital Health (kostenpflichtig). Prof. Dr. Martin Stellpflug, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Medizinrecht erläutert unter anderem, dass auch ein Fax Hackerangriffen ausgesetzt sein kann und welche Rechte Betroffene bei Verstößen gegen die DSGVO haben.
Kommentare