DAV-Depesche Nr. 40/17

1. BVerfG: 2.600 Euro Missbrauchsgebühr gegen den Anwalt

In einer Abschiebesache hatte der Anwalt beim BVerfG den Erlass einer einstweiligen Anordnung gegen die angedrohte Abschiebung seines Mandanten beantragt, obwohl er wusste, dass dieser untergetaucht war. Das BVerfG war „not amused“. Es lehnte den Antrag ab und brummte dem Anwalt eine Missbrauchsgebühr in Höhe von 2.600 Euro auf. Besser wäre gewesen, der Anwalt hätte seinen Eilantrag erst einmal nur angekündigt. Die Hintergründe dazu hat das Anwaltsblatt.

2. PartGmbB – Die Erfolgsgeschichte geht weiter

Der DAV hatte sich 2012/2013 stark und erfolgreich für die Schaffung der Partnergesellschaft mit beschränkter Berufshaftung (PartGmbB) eingesetzt. Die Schaffung dieser besonderen Gesellschaftsform im Juli 2013 ermöglicht es Anwältinnen und Anwälten, im Rahmen einer Partnerschaft die persönliche Haftung für Berufspflichtverletzungen auf das Gesellschaftsvermögen zu beschränken. Die Zahl der Kanzleien, die diese Gesellschaftsform nutzen, steigt weiter an und liegt nun bundesweit bei 1.940 PartGmbB‘s mit anwaltlicher Beteiligung (Stand 26. September 2017). Das sind 174 PartGmbB mehr als noch Ende 2016. Damit sind Schätzungen des DAV zufolge zwischen 17.000 und 21.000 Anwältinnen und Anwälte in einer PartGmbB tätig. Eine Übersicht nach Bundesländern und weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des DAV.

3. Der Europäische Gerichtshof arbeitet effizienter

In den vergangen Jahren hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) eine Reihe bedeutender Schritte eingeleitet, um die Bearbeitung von Rechtssachen zu verbessern. Zu diesem Ergebnis kommt der Rechnungshof der Europäischen Union in einem am 26. September 2017 veröffentlichten Sonderbericht. Dabei stellt er fest, dass die Bearbeitungsdauer der Rechtssachen beim Gerichtshof im Zeitraum von 2006 - 2016 von fast 20 Monaten auf ca. 15 Monate verkürzt werden konnte. Der Europäische Rechnungshof sieht hingegen Verbesserungsbedarf bei den veralteten und komplexen IT-Systemen des EuGH.

4. Rechtsportal anwaltauskunft.de weiterhin auf Erfolgskurs

Das Portal anwaltauskunft.de verzeichnete im September 2017 über eine dreiviertel Million Seitenaufrufe. Insbesondere das Magazin mit seinen spannenden Rechtsfragen erfreut sich bei den Nutzerinnen und Nutzern großer Beliebtheit. Aber auch die Einträge der Anwältinnen und Anwälte in der Anwaltssuche wurden seit dem Relaunch des Portals im Oktober 2013 bereits 1,9 Millionen Mal aufgerufen – alleine im September wurden 110.000 Aufrufe gezählt. Das ist Rekord! Die Einträge sind so programmiert, dass sie für Google besonders leicht zu finden sind. Profitieren auch Sie von der Anwaltssuche: Laden Sie jetzt über die DAV-Online-Plattform ein Portraitfoto hoch und machen Sie Ihren Eintrag für potentielle Mandantinnen und Mandanten noch attraktiver.

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