1. Umsätze, Überschüsse und Einkommen von Anwälten im Jahr 2013
Das Institut für Freie Berufe (IFB) in Nürnberg hat seinen Bericht über die jüngste STAR-Umfrage 2015/2016 veröffentlicht. Die Daten betreffen das Wirtschaftsjahr 2013. „STAR“ ist das Kürzel für „Statistisches Berichtssystem für Rechtsanwälte“ und wurde im Auftrag der Bundesrechtsanwaltskammer im Jahr 1993 ins Leben gerufen. Die neueste STAR-Umfrage ergab einen erheblichen Unterschied der Umsätze, aber auch der Gewinnüberschüsse je nach Geschlecht: Männer erzielten durchweg in allen Untergruppen deutliche höhere Umsätze und Gewinnüberschüsse als Frauen. Ähnliches gilt auch bei der Unterscheidung nach dem Alter: Mit zunehmenden Alter – und damit in der Regel größerer Berufserfahrung – steigen die durchschnittlichen Honorarumsätze und auch die Gewinnüberschüsse deutlich. Das gleiche Phänomen zeigt sich auch bei angestellten Vollzeit-Rechtsanwälten. Details und Einzelaufstellungen finden Sie hier.
2. DAV stellt Zukunftsfrage: Ist die ZPO für das digitale Zeitalter gewappnet? – Forum am 8. November in Berlin
Der DAV veranstaltet am 8. November 2017 in Berlin ein Forum „Zivilprozess digital“. Dabei geht es um weit mehr als die Einführung des beA. Der Blick ins Ausland zeigt, dass die Digitalisierung der Rechtspflege in anderen Ländern bereits deutlich weiter fortgeschritten ist. Was muss unsere ZPO zukünftig digital leisten, wie sollte die elektronische Führung gerichtlicher Erkenntnisverfahren aussehen? Nur einige Stichworte sind: Videoverhandlung, Zulassung moderner Kommunikationsmittel als Beweismittel, z. B. Speichermedien, Beweiskraft elektronischer Dokumente. Spannende Vorträge werden Ihnen die Augen öffnen. Abschließend können Sie mit Frau Prof. Dr. Czerwenka (BMJV), Herrn Mertin (Vorsitzender der Justizministerkonferenz), Herrn Prof. Dr. Bausback (Staatsminister der Justiz in Bayern) und Rechtsanwalt Prof. Dr. Hirtz unter der Moderation von Rechtsanwalt Prof. Dr. Duve diskutieren, wo der Gesetzgeber in der kommenden Legislaturperiode gefordert ist. Hier gelangen Sie zum Programm und zur Anmeldung.
3. PANA-Untersuchungsausschuss fordert bessere Aufsicht für Rechtsanwälte
Der PANA-Untersuchungsausschuss des EU-Parlaments sieht laut seinen am 18. Oktober 2017 abgestimmten Bericht und Ausschussempfehlungen u.a. einen Mangel bei der Aufsicht innerhalb der Anwaltschaft. Die EU-Kommission wird daher zur Prüfung eines entsprechenden Legislativvorschlags aufgefordert, etwa für die Einführung einer separaten und unabhängigen, nationalen Aufsichtsstelle. Zudem solle die Anwaltschaft ein Verfahren einrichten, wonach kontrolliert werden könne, dass das anwaltliche Berufsgeheimnis die Meldung verdächtiger Transaktionen nicht verhindere. Der DAV hat gegenüber dem PANA-Ausschuss zum Ausdruck gebracht, dass es keinen Grund gebe, vom in Deutschland bewährten System der Rechtsaufsicht abzurücken. Der DAV hatte sich auch dafür eingesetzt, rechtsstaatliche Errungenschaften wie das Berufsgeheimnis nicht in Frage zu stellen. Die Plenarabstimmung des EU-Parlaments ist für Dezember 2017 angesetzt.
4. Gemeinsames „Brexit-Seminar” des DAV mit dem General Council of the Bar
Am vergangenen Freitag trafen sich in London mehr als 50 britische und deutsche Anwältinnen und Anwälte, um über die juristischen Folgen des „Brexit“ zu diskutieren. Unter anderem hielt Verwaltungsrechtsexperte und ehemaliger DAV-Präsident Prof. Dr. Wolfgang Ewer einen viel geschätzten Vortrag über die Möglichkeit eines Austrittes Deutschlands aus der EU. Er betonte, dass aus staatsrechtlicher Perspektive hinsichtlich der Voraussetzungen große Unterschiede bestünden. Rechtlich möglich wäre jedoch rein theoretisch auch ein „Dexit“.
5. DAV beim Europäischen Tag der Justiz
Die zentrale deutsche Veranstaltung zum Europäischen Tag der Justiz findet am 8. November 2017 in Aachen statt. In einem strafrechtlichen Workshop geht es um die Formen strafrechtlicher Zusammenarbeit und die grenzübergreifende regionale Kriminalpolitik. In einem zivilrechtlichen Workshop werden die bestehenden EU-Rechtsinstrumente zur Geltendmachung von grenzüberschreitenden Forderungen im Zivil- und Familienrecht diskutiert. Für den DAV wird die Europabeauftragte des Ausschusses Zivilverfahrensrecht, Rechtsanwältin Béatrice Deshayes, an der Diskussion teilnehmen.
Deutscher Anwaltstag 2018: Melden Sie sich schon jetzt an!
In der Zeit vom 6. bis 8. Juni 2018 ist es wieder soweit: Auf dem Deutschen Anwaltstag treffen – dieses Mal in Mannheim – Anwaltschaft, Justiz, Politik, Wissenschaft und Presse zu einem gesellschaftlichen, rechts- und berufspolitischen Austausch zusammen. Darüber hinaus ist der Anwaltstag eine der größten anwaltlichen Fortbildungsveranstaltungen überhaupt. In Mannheim erwarten Sie an 2 Tagen und 3 Abenden: 50 Veranstaltungen, 65 FAO-Stunden, 70 Aussteller, 200 Referentinnen und Referenten und 2.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Melden Sie sich bereits jetzt zu diesem Event an und sichern Sie sich unseren Frühbucherrabatt. Alle Informationen dazu finden Sie auf www.anwaltstag.de.
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