DAV-Depesche Nr. 48/17

1. Rechtspolitik: DAV formuliert Interessen der Anwaltschaft

Der DAV setzt sich für Ihre Interessen ein. Neben bereits laufenden Kontakten im Rahmen der Versuche einer Regierungsbildung, tut er dies auch öffentlich. Neben einem besseren Schutz des Berufsgeheimnisses und der Anhebung der anwaltlichen Vergütungssätze besteht auch Bedarf nach einem modernen anwaltlichen Gesellschaftsrecht. Hier stellt sich der DAV eine Öffnung der sozitätsfähigen Berufe hinsichtlich anderer Berufe vor. Diese Forderungen nach einem internationalen Gerichtsstandort in Deutschland, nach einer besseren Evaluation von Gesetzen und der Notwendigkeit einer wissenschaftlichen Untersuchung nach dem Stellenwert der Justiz in der Bevölkerung, können Sie jetzt in dem neuen Magazin der F.A.Z. „Einspruch“ nachlesen. Dort erfahren Sie auch die Vorstellungen anderer juristischer Organisationen.

2. Neue Studie: Im Schnitt sind Anwälte sechs Mal pro Monat bei Gericht

Vor vielen Gerichten herrscht Anwaltszwang. Doch wie bedeutsam ist die forensische Tätigkeit heute tatsächlich noch bei Anwältinnen und Anwälten? Das Soldan Institut zählt im Schnitt sechs Gerichtstermine im Monat pro Anwalt. Doch im Detail offenbaren die Zahlen, dass bei vielen Anwälten die Prozessmandate keine große Rolle mehr spielen. Die Details hat das Anwaltsblatt.

3. Dr. Margarete Gräfin von Galen zur 3. Vizepräsidentin des CCBE gewählt

Der DAV gratuliert Dr. Margarete Gräfin von Galen zu ihrer Wahl zur 3. Vizepräsidentin des Rates der Europäischen Anwaltschaften (CCBE). Frau von Galen ist seit vielen Jahren Europabeauftragte des DAV-Ausschusses Strafrecht und für die Bundesrechtsanwaltskammer Mitglied der deutschen Delegation beim CCBE. Der DAV freut sich, dass Frau von Galen ihr langjähriges Engagement für die Anwaltschaft nun auch im Präsidium des europäischen Dachverbands fortsetzen wird. Turnusgemäß wird Frau von Galen 2021 zur Präsidentin des CCBE gewählt werden.

4. Knausrigere Autoversicherer identifiziert - Erfolg der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht

Die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht im DAV hat bei seinen Mitgliedern eine Umfrage zum Regulierungsverhalten der Kfz-Versicherer durchgeführt. Da dies auch eine breite Öffentlichkeit interessiert, haben wir uns bei der Pressearbeit für eine exklusive Zusammenarbeit mit dem Stern entschieden. Dieser hat es auch an die Agenturen vorab weitergegeben, so dass breit in Deutschland darüber berichtet wird. Auch wird es Zweitverwertungen der Auswertungen in anderen Medien geben. Das Ansinnen der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des DAV ist im Sinne der Mandantschaft wichtig. Tatsächlich konnte nach früheren Umfragen festgestellt werden, dass sich teilweise das Regulierungsverhalten verbessert. Hier gelangen Sie zur Vorberichterstattung im Stern. Dies ist ein schöner medialer Erfolg für die DAV-Verkehrsrechtsanwälte. Es steigert auch das Image der im Verkehrsrecht tätigen Kolleginnen und Kollegen und der DAV-Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht.

Hier gelangen Sie zu den Umfrageergebnissen.

5. Isabella Decker aus Freiburg gewinnt im Finale des DAV Jura-Slam

Auch die Abschlussveranstaltung des diesjährigen DAV Jura-Slam #2 war ein großer Erfolg! Ein gut durchmischtes Publikum von Studierenden, Rechtsanwälten und Nichtjuristen konnten im bis auf den letzten Platz gefüllten SO36 einen begeisternden, kurzweiligen Slam-Abend genießen. Mit tobendem und andauerndem Applaus wurde Isabella Decker am 28. November 2017 durch das Publikum zur Siegerin gekürt. Auf den Plätzen 2 und 3 überzeugten Norman Weitemeier aus Münster und Samuel Schrepfer aus Bayreuth. Herzlichen Glückwunsch!

6. Anwaltstag-Trailer online: Das erwartet Sie 2018 in Mannheim

Der Anwaltstag 2018 findet vom 6. bis 8. Juni inmitten der Metropolregion Rhein-Necker in Mannheim statt. An zwei Tagen und drei Abenden erwarten Sie 50 Veranstaltungen, 65 FAO-Stunden, 70 Aussteller, 200 Referentinnen und Referenten und 2.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Den offiziellen Trailer zum Anwaltstag 2018 finden Sie hier. Neugierig geworden? Alle Informationen zu Anmeldung und unserem Frühbucherrabatt finden Sie auf www.anwaltstag.de.

7. Interessenkonflikte bei Anwälten: BRAO reformieren

Parteiverrat, Interessenkollisionen oder wirtschaftliche Interessenkonflikte – kein anderes Thema des anwaltlichen Berufsrechts ist für Anwälte wichtiger. Die vom Anwaltsblatt unterstützte Jahrestagung des Instituts für Anwaltsrecht in Köln am vergangenen Freitag (24. November 2017) hat gezeigt: Die BRAO-Regelungen sind „sehr unstrukturiert und inkohärent“ (Prof. Martin Henssler) und dringend reformbedürftig. Woran es krankt, lesen Sie beim Anwaltsblatt.

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