Anwaltsberuf
Neue sachliche Zuständigkeiten: Höchste Zeit für taktische Überlegungen
Ab 1. Januar 2026 gilt es, aufmerksam zu sein: Änderungen bei den Zuständigkeitsregelungen für Amts- und Landgerichte treten in Kraft. Die Amtsgerichte sind dann für Rechtsstreitigkeiten bis 10.000 Euro zuständig. Dies gilt für alle Verfahren, die ab diesem Tag anhängig werden. Zudem gibt es neue streitwertunabhängige Zuständigkeiten. Mit der Reform sollen die Amtsgerichte und damit der Zugang zum Recht, insbesondere auch in der Fläche, gestärkt werden. Im gleichen Zuge werden allerdings auch die Rechtsmittelstreitwerte angehoben. Näheres berichtet das Anwaltsblatt.
Anwaltspraxis
KI in der Praxis – ein Erfahrungsbericht
Kann KI die anwaltliche Arbeit unterstützen? Wenn ja, wie sieht das aus? Lesen Sie in diesem Erfahrungsbericht mit Beispielen aus Arbeits-, Schul-, Heim- und Baurecht, wie aus anfänglicher Skepsis Begeisterung entsteht.
Information
Rechtskräftig … oder doch nicht? BGH zur Wirksamkeit einer Kostenentscheidung im selbständigen Beweisverfahren
Dr. Ines Bodenstein, Rechtsanwältin beim Bundesgerichtshof, erklärt im ZPO-Blog, in welchem Verhältnis ein nach § 494a Abs. 2 ZPO ergangener Kostenbeschluss zu der Entscheidung über die Kosten des Rechtsstreits im späteren Klageverfahren steht.
Information
EuGH zur Stellung von Rechtsanwälten
Susanne Münch, Referatsleiterin für Berufsrecht beim BMJV, ordnet das Urteil zum sogenannten Fremdbesitzverbot ein. Das Urteil bringt wichtige Klarstellungen zu den Regelungsbefugnissen des Gesetzgebers und zur Stellung von Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten.
Veranstaltung
UIA-Roadshow am 9. Februar in Köln: Anwaltsfehler – und wie man sie vermeiden kann
Die Roadshow der Union Internationale des Avocats (UIA) zum Thema „Anwaltsfehler – und wie man sie vermeiden kann“ geht weiter: Nächste Station ist Köln am 9. Februar 2026. Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Rechtsgebieten werden von ihren erlebten Fehlern und den Lehren fürs Kanzlei- und Stressmanagement berichten. Lernen Sie die deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen der UIA kennen und vernetzen Sie sich! Hier geht es zum Programm mit Anmeldelink. Kooperationspartner der Veranstaltung sind u. a. der DAV und der Kölner Anwaltverein.
Die UIA wurde 1927 im Rahmen der Gründung des Völkerbundes geschaffen und vertritt durch ihre Einzel- und Kollektivmitglieder (darunter DAV und BRAK) fast 1 Million Anwältinnen und Anwälte in mehr als 110 Ländern.
Presseschau
Der DAV in ausgewählten Medien
Vergangene Woche tauchte der DAV in insgesamt 396 Medienberichten auf – hier eine kleine Auswahl:
Der Bundestag hat die verpflichtende anwaltliche Vertretung bei Abschiebungshaftsachen abgeschafft. Der DAV kritisiert dies scharf, wie u. a. LTO, Spiegel und ZEIT (via dpa) berichten: „Freiheitsentziehung ist eine der schärfsten Grundrechtseinschränkungen“, so DAV-Präsident Stefan von Raumer. „Noch immer sind über die Hälfte aller Inhaftierungen rechtswidrig. Der Staat muss sich hier eine besonders genaue Prüfung gefallen lassen.“
Große Bedenken hat der DAV auch zur Verschärfung der Regelungen zu sogenannten sicheren Herkunftsländern: Zu befürchten sei, dass durch die Neuregelung Anträge zu schnell abgewiesen würden. „Viele Menschen auf der Flucht wissen nicht, worauf es beim Antrag beim BAMF ankommt“, erläutert Thomas Oberhäuser, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Migrationsrecht, der Rheinischen Post. Sie könnten oft nicht für sich einstehen, auch wenn sie eigentlich ein Anrecht auf Schutz hätten.
In einem Gastbeitrag für die NJW schildert Dr. Marko Oldenburger aus dem Ausschuss Familienrecht, wie sich die Reformpläne zum Anfechtungsrecht leiblicher Väter im Einzelnen darstellen.
Kommentare