Anwaltspraxis
beA-Journal als Beweismittel
Elektronisches Postfach nicht kontrolliert, Berufungsfrist verstrichen: Das Kammergericht Berlin zeigt, warum die beA-Postkontrolle zur anwaltlichen Kernpflicht gehört – und welche Konsequenzen drohen, wenn das Empfangsbekenntnis ausbleibt. Das Anwaltsblatt berichtet.
Deutscher Anwaltstag
Programm für junge Jurist:innen
Der Deutsche Anwaltstag (4. bis 6. Juni in Berlin, mit vorgelagerten Online-Veranstaltungen) bietet dieses Jahr auch wieder speziell für den juristischen Nachwuchs geeignete Veranstaltungen. Themen wie „Nah dran an der Zukunft: Berufseinstieg in IP- und IT-Recht – Von KI-Verordnung bis zum Schutz von TikTok-Videos“ gehören zu den zahlreichen spannenden Aspekten, die auf dem Anwaltstag näher behandelt werden.
Gut zu wissen: Mitglieder im Forum Junge Anwaltschaft können zu vergünstigten Preisen teilnehmen; für Studierende und Referendar:innen ist die Teilnahme an allen Fachveranstaltungen sogar kostenfrei! Alle besonders für junge Jurist:innen geeigneten Veranstaltungen finden Sie hier. Das gesamte Programm für den Anwaltstag 2025 finden Sie hier.
Rechtspolitik
Eckpunktepapier im Strafrecht
Aufgrund zahlreicher liegengebliebener Vorhaben für Entkriminalisierung und moderne Verfahrensgestaltung sieht der DAV einen erheblichen Reformbedarf im Strafrecht und Strafprozessrecht: Die Dokumentation strafgerichtlicher Hauptverhandlungen, der Schutz des Berufsgeheimnisses sowie distinkte Regelungen für die digitale Beweisführung sind überfällig. Auch die ungeordnete Rechtslage bei verdeckten Ermittlungen und der internationalen Rechtshilfe verlangt nach Anpassungen. Eine justizseitig initiierte Pflichtverteidigerbestellung bei erster Vernehmung soll rechtsstaatliche Fairness sichern. Der DAV fordert eine rationale, evidenzbasierte Strafgesetzgebung. Näheres entnehmen Sie bitte der Stellungnahme Nr. 6/25.
Information
Legal Rankings – Aufwand und Nutzen
Legal Directories bieten Orientierung in einer immer komplexeren Anwaltswelt. Doch der Weg durch das Dickicht der Rankings und Awards erfordert für Kanzleien einen enormen Aufwand, der zunehmend zur Belastung wird. Rechtsanwältin Barbara Helten hat im Anwaltsblatt einen Blick hinter die Kulissen geworfen.
Rechtspolitik
Sondierung strafbarer Handlungen und Strafen für den Drogenhandel
Der DAV sieht Reformbedarf im Drogenstrafrecht. Kritisiert wird insbesondere die mangelnde Differenzierung im BtMG hinsichtlich „harter“ und „weicher“ Drogen. Die gegenwärtige Strafverfolgungspraxis erfordert Anpassungen, um wirksam auf neuartige psychoaktive Substanzen und digitale Vertriebswege zu reagieren. Während Deutschland durch Entkriminalisierungsansätze und Maßnahmen wie Drug-Checking einen gesundheitspolitisch ausgewogeneren Kurs einschlägt, bleibt der EU-Rahmen auf Repression fixiert. Der DAV fordert daher eine Harmonisierung repressiver und präventiver Maßnahmen, klare verfahrensrechtliche Regelungen und eine Anpassung des Strafrechts an aktuelle Herausforderungen. Einzelheiten erfahren Sie in der Stellungnahme Nr. 4/25.
Information
Nachwuchsförderung: TidA – das Stipendium für Talente in der Ausbildung
Sprechen Sie mit Ihren Azubi-Bewerber:innen: Das Programm der Stiftungen Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB) und der Deutschen Wirtschaft (SDW) geht in die zweite Förderrunde. Teilnahmevoraussetzung ist, dass die Bewerberinnen und Bewerber vor Beginn ihrer dualen Ausbildung stehen und mindestens zwei Jahre in der Lehre bleiben. Die Bewerbungsphase läuft vom 3. März bis 9. Mai 2025. Weitere Informationen finden Sie hier.
Presseschau
Der DAV in ausgewählten Medien
Vergangene Woche wurde der DAV in insgesamt 101 Medienberichten erwähnt – hier eine kleine Auswahl:
Die FAZ (Abo) berichtet über die Forderung des DAV, die BRAO hinsichtlich der Tätigkeitsverbote bei Kanzleiwechseln (Stichwort: Sozietätserstreckung) zu überarbeiten. „Gerade im ländlichen Bereich, wo es nur eine überschaubare Zahl spezialisierter Anwältinnen und Anwälte je Fachgebiet gibt, kann es häufiger zu solchen Überschneidungen kommen“, so Prof. Dr. Thomas Gasteyer, Vorsitzender des Ausschusses Berufsrecht. Die neue Kanzlei müsse dann, wenn sie den Sozietätswechsler aufnehmen wolle, das Mandat niederlegen und künftige Mandate, die von der Sozietätserstreckung betroffen wären, sogar ablehnen.
Markus Hartung, Mitglied des Ausschusses Berufsrecht, beleuchtet in der NJW-Kolumne „Arbeit und Beruf“ (hier Beck-aktuell) den Rückgang des anwaltlichen Unternehmertums und den „Tod des freien Mitarbeiters“.
In der Nordwest-Zeitung (via dpa) erläutert Manuela Reibold-Rolinger aus der Arbeitsgemeinschaft Bau- und Immobilienrecht, wie man online an seriöse Angebote von Handwerksfirmen gelangt. „Gute Quellen sind Foren von Nutzern, in denen sie ihre Erfahrungen mit Bau- oder Handwerksfirmen schildern.“ Bei Plattformen, die Aufträge vermitteln, sei jedoch Vorsicht angebracht. „Dort tummeln sich auch schwarze Schafe.“
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