Anwaltspraxis
Cyberangriff auf eine Kanzlei
Wird die Kanzlei Opfer eines Ransom-Ware-Angriffs, stellen sich schnell Fragen von existenzieller Bedeutung. Doch was bedeutet das konkret? Wie sollte man sich verhalten, wie wird man wieder arbeitsfähig? Und wie kann man vorbeugen? Antworten liefert ein Tatsachenbericht von Roland Albes, Geschäftsführender Gesellschafter und Krisenmanager für Cyberversicherungen.
Anwaltspraxis
Cybersicherheit: NIS II in der Anwaltsorganisation
Die Anwaltschaft steht doppelt unter Druck: Mandanten erwarten Beratung in einem immer komplexeren Regulierungsumfeld – und zugleich lückenlose IT-Sicherheit in der Kanzlei. Rechtsanwältin Dr. Kristina Schreiber ordnet ein.
Anwaltspraxis
Wiedereinsetzung trotz beA-Versehens
Was kostet eine Frist? Im schlimmsten Fall den ganzen Prozess. Ein beA-Fehler kann teuer werden – doch der BFH zeigt, wann die gerichtliche Fürsorgepflicht ins Spiel kommt und ein elektronischer Patzer ausnahmsweise noch gerettet werden kann.
Information
Datenbanken mit wenigen Urteilen: Eine Folge von fehlendem Willen
Tausende Urteile, aber kaum eines öffentlich zugänglich: Eine SWR-Recherche zeigt erschreckend niedrige Veröffentlichungsquoten – bei manchen Land- und Verwaltungsgerichten sogar Null. Kann das wirklich nur an fehlenden Ressourcen liegen? Rechtsjournalist Dr. Philip Raillon, der an der Recherche mitgewirkt hat, bezweifelt das.
Information
Erst kürzlich berichtet… „Azubi-Spitzentalente fördern und damit die Zukunft gestalten“
…und jetzt in die entscheidende Phase: Unterstützen und ermutigen Sie Ihre Azubis zu einer Bewerbung bei den Stipendien- und Förderprogrammen. Die Bewerbungsfrist für TidA, dem Stipendium für Talente in der Ausbildung (Pilotprojekt Berlin und Düsseldorf), endet am 4. September 2026. Alle Angebote und Informationen für Stipendien für Auszubildende finden Sie kontinuierlich aktualisiert auf der Website des Bundesministeriums (BMFTR). Der BFB setzt sich fortlaufend für Begabtenförderung in der beruflichen Bildung ein, von dem auch der Ausbildungsberuf der Anwaltschaft profitieren soll.
Presseschau
Der DAV in ausgewählten Medien
Vergangene Woche tauchte der DAV in insgesamt 503 Medienberichten auf – hier eine kleine Auswahl:
DAV-Vizepräsidentin Sonka E. Mehner ordnet für die Augsburger Allgemeine die rechtspolitischen Reflexe im Nachgang zum CSD-Anschlag ein. „Nach schweren Gewalttaten ist der Ruf nach einer Verschärfung des Jugendstrafrechts nachvollziehbar. Ob dadurch jedoch vergleichbare Taten künftig verhindert würden, ist eine andere Frage.“ Bereits heute biete das Jugendgerichtsgesetz erhebliche Sanktionsmöglichkeiten. „Eine sachliche Evaluation ist selbstverständlich möglich. Aus rechtsstaatlicher Sicht sollte eine Reform jedoch auf belastbaren Erkenntnissen beruhen und nicht allein auf der verständlichen Betroffenheit nach einer einzelnen Tat.“ Gegenüber LTO betont Mehner, dass der Begriff des „Gefährders“ kein strafrechtlicher, sondern ein polizeirechtlicher Begriff sei. Ob Jugend- oder Erwachsenenstrafrecht Anwendung finde, richte sich nach den gesetzlichen Voraussetzungen des Jugendgerichtsgesetzes. Bestimmte Tätergruppen generell dem Erwachsenenstrafrecht zu unterwerfen, berge die Gefahr einer Abkehr vom Schuldprinzip. Mit dem Deutschlandfunk (ab Minute 2:19) spricht sie auch über den Vorschlag einer Fußfessel.
Dürfen private Chat-Nachrichten weitergeleitet werden? Der BGH entscheidet heute über einen Fall, bei dem eine solche Weiterleitung zu einer arbeitsrechtlichen Kündigung führte. Der Fall laufe auf zwei sehr unterschiedlichen Schienen, erläutert DAV-Vorstandsmitglied Prof. Niko Härting gegenüber der dpa (hier ZDF heute): „Die eine ist das Datenschutzrecht und die andere das Persönlichkeitsrecht.“ Nach Datenschutzrecht gehe es im Kern darum, wie die Haushaltsausnahme der DSGVO auszulegen sei. Da es hierzu bisher kaum Rechtsprechung gebe, halte er es für möglich, dass der BGH die Sache dem EuGH vorlegen werde.
Prof. Dr. Oliver Tolmein, Mitglied der Arbeitsgemeinschaften Medizinrecht und Sozialrecht, setzt sich im ausführlichen Interview mit der Süddeutschen Zeitung mit dem deutschen Verbot der Leihmutterschaft auseinander – und äußert sich auch kritisch zu Überlegungen einer Lockerung für die altruistische Konstellation: „Anwälte, Kliniken, Beraterinnen und Berater – alle verdienen Geld mit der Leihmutterschaft, und die, die sie sich leisten können, bezahlen sie. Die ethischen Probleme verschwinden nicht, wenn das altruistisch stattfindet und diejenige, die am stärksten betroffen ist, nichts bekommt.“
Auf Initiative des Vereins der Rechtsanwälte des LG-Bezirks Bad Kreuznach wurde ein Weg am Justizzentrum im Bürgerpark in „Hans-Litten-Weg“ benannt, wie die Allgemeine Zeitung berichtet.
Die heimliche Nutzung generativer KI kann zum Nichtbestehen einer Prüfungsleistung und sogar zur Exmatrikulation führen, so berichtet das Rechtsportal Anwaltauskunft.de der dpa (hier Offenbach-Post) über eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Kassel.
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