Berlin (DAV). Angesichts rasant wachsender Datenmengen in Wirtschaft und Handel ist die Frage, wem diese Daten „gehören“, immer stärker in den Fokus gerückt. Schaut man auf die Gesetzgebung, wird deutlich, wie unterschiedlich die einzelnen Staaten das Thema Eigentum an Daten behandeln. In Deutschland selbst gibt es hierzu noch keinerlei rechtliche Regelungen.
Vor diesem Hintergrund hat das diesjährige OSE Symposium Datenökonomie und Datenkontrolle zum Schwerpunktthema gemacht. Das Symposium, das am 27. Januar 2017 in München stattfindet, wird veranstaltet von der OSE, Organisation pro Software Escrow. Kooperationspartner ist davit, die Arbeitsgemeinschaft IT-Recht im Deutschen Anwaltverein (DAV).
Unternehmen, die im Zuge der Digitalisierung in das Gewinnen und Analysieren von Daten beträchtliche Summen investiert haben, haben größtes Interesse, diese Daten zu nutzen und gleichzeitig vor unberechtigter Nutzung Dritter zu schützen. Experten diskutieren daher intensiv die Einführung eines Eigentumsrechts an Daten.
„Wir benötigen dringend klare rechtliche Regelungen“, so der Fachanwalt für IT-Recht Christian R. Kast von der davit. Der bisher in Deutschland existierende Schutz von Datenbanken reiche nicht aus, Investitionen der Unternehmen in legale Daten zu schützen. „Es gilt, diese Rechtslücke zügig zu schließen – in Deutschland, aber auch auf EU-Ebene.“
Weitere Informationen zum 12. OSE SYMPOSIUM
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