Berlin (DAV). Eine Woche lang wird auf europäischen Straßen verstärkt die Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmenden kontrolliert. In Deutschland fällt die Speedweek mitten in die Sommerferien. Für den Deutschen Anwaltverein (DAV) ist das ein Anlass, für generelle Umsichtigkeit im Verkehr zu plädieren, nicht nur während einzelner Wochen im Jahr.
Vom 3. bis 9. August findet die „Speedweek“, auch als Blitzer-Marathon bekannt, in Deutschland statt. Damit fällt die Aktion genau in die Woche, in der alle Bundesländer Sommerferien haben. Während die Ferien in Bayern gerade erst anfangen, endet die schulfreie Zeit in Rheinland-Pfalz schon wieder.
„Wer am Straßenverkehr teilnimmt, sollte jederzeit mit angepasster Geschwindigkeit und regelkonform fahren. Die Geschwindigkeitsbegrenzungen gelten nicht nur während Aktionswochen“, mahnt Rechtsanwalt Swen Walentowski, Sprecher von Anwaltauskunft.de, dem Rechtsportal des DAV. Die Speedweek findet europaweit jeweils im April und August statt.
Verkehr im Sommer
Während der Ferien ist es erfahrungsgemäß voll auf den deutschen Autobahnen und es kann zu Stau kommen. Erschwerend kommt oft die Hitze dazu, die Menschen aggressiver werden lässt. „Mit Umsicht kommen alle sicher ans Ziel – auch während der Sommerferien“, betont Walentowski. „Prävention und Sensibilisierung bewirken langfristig mehr als Aktionswochen.“
An Gefahrenstellen, wie Schulen, Kitas und Senioreneinrichtungen, ergeben Radarkontrollen Sinn und sorgen für höhere Sicherheit. Jedoch gilt auch hier, dass zwei Wochen im Jahr nicht ausreichen, um den Verkehr für alle Teilnehmenden sicher zu gestalten.
Goldener Blitzer
Mit dem „Goldenen Blitzer“ zeichnet die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht im DAV jedes Jahr Städte aus, die besonders viel Geld durch Geldbußen eingenommen haben. Dabei werden die Gesamteinnahmen durch Geschwindigkeits- und Rotlichtverstöße aus verschiedenen deutschen Städten verglichen. Wie schon im Vorjahr landet Hamburg auch 2025 auf dem ersten Platz. Zwar sind die Einnahmen durch Blitzer der Hansestadt um 5,2 Millionen Euro zurückgegangen, betragen aber weiterhin 41,8 Millionen Euro. Direkt auf Platz zwei befindet sich Berlin mit Einnahmen von 37,9 Millionen Euro.
Insgesamt haben 63 Städte ihre Blitzereinnahmen offengelegt. Mehr als die Hälfte von ihnen knacken mit ihren Einnahmen die Millionengrenze, mit insgesamt 35 Städten sogar zehn mehr als im Jahr davor. Zu den „Blitzermillionären“ gehören neben Hamburg und Berlin auch Stuttgart (16,9 Mio.), Dresden (8,5 Mio.), Wuppertal (6,6 Mio.) und Rostock (6,4 Mio.).
Kommentare