Deutscher Anwaltverein e.V. & Deutsches Institut für Menschenrechte

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Potenziale und Risiken des sicherheitsbehördlichen Datenaustauschs

Datum 
Beginn 
Ende 
Ort  DAV-Haus, Littenstraße 11, 10179 Berlin
Zeitstunden 0

Der Informationsaustausch von und mit Sicherheitsbehörden ist in aller Munde. Zu unterschiedlichen Zwecken erhobene Daten sollen national und EU-weit zusammengeführt, zentral abgefragt und am besten KI-gestützt ausgewertet werden können. Dieses Ansinnen kollidiert regelmäßig nicht nur mit datenschutzrechtlichen Grundsätzen, sondern auch mit der seit Jahrzehnten wild gewucherten IT-Infrastruktur der Behörden mit ihren unterschiedlichen Datenformaten und Schnittstellen, die den (automatisierten) Informationsaustausch erschweren.  

Bei der Fachveranstaltung des Deutschen Anwaltvereins und des Deutschen Instituts für Menschenrechte geht es um die Grenzen, die das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung dem sicherheitsbehördlichen Informationsaustausch setzt; darum, wie die Polizei diese verfassungsrechtlichen Grundsätze im Rahmen ihres Zukunftsprojekts „P20“ praktisch umsetzen will; um die Entwicklung und diskriminierungsrechtliche Fragen des Datenaustauschs zwischen Sicherheits- und Migrationsbehörden sowie um Auskunfts- und Löschungsansprüche Betroffener und deren Durchsetzungsmöglichkeiten.  

In Kooperation mit:

Vorträge und Referent:innen:

Beginn 14:00 Uhr

Begrüßung

Zwischen Datenhunger und Verfassung. Rechtsgrundlagen, Praxis und Grenzen des polizeilichen Datenaustauschs
Benjamin Derin, Rechtsanwalt in Berlin und Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Strafrecht, Strafprozessrecht und Kriminologie der Goethe-Universität Frankfurt

Aspekte der informationellen Zusammenarbeit in der Polizei des Bundes und der Länder
Dr. Anslieb Esseln, LKA Rheinland-Pfalz

Stand und Perspektiven des Informationsaustauschs zwischen Sicherheits- und Migrationsbehörden
Eric Töpfer, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Institut für Menschenrechte

Pause 15:45 – 16:15 Uhr

Datenschutz zweiter Klasse? Gleichheitsrechtliche Aspekte des Austauschs personenbezogener Daten zwischen Sicherheits- und Migrationsverwaltung
Anna-Lena Priebe, LL.M., Doktorandin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, insbesondere Recht der Digitalisierung der Verwaltung, Informations- und Migrationsrecht an der Universität Leipzig

Datenverkehr der Sicherheitsbehörden: Wie steht es um den Rechtsschutz der Betroffenen?
Dr. Anna Luczak, Rechtsanwältin in Berlin

Abschlussrunde und Q&A

Ende 18:00 Uhr

Im Anschluss besteht noch bei Wasser, Wein und Brezeln Gelegenheit zum Austausch.

Eingeladen sind alle Interessierten aus Anwaltschaft, Politik, Medien und Zivilgesellschaft. Wir bitten um Anmeldung vorab.

Veranstaltungsort

DAV-Haus
Littenstraße 11
10179 DAV-Haus, Littenstraße 11, 10179 Berlin